Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
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Wenn ich mich aber auch nicht in Genua aufgehalten hätte, würde ich doch nicht weniger unglücklich ſein. Zu ſeine 5.

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ſondern auch verliebt. Leider bin ich zu ſpät gekommen

Zeit und an ſeinem Orte ſollſt Du Alles erfahren. Einſt⸗ weilen werde ich mich den Geſetzen unterwerfen, welche Du mir auferlegſt. Dein Mann, glaube ich, weiß nichts von dem, was uns angeht, und ich muß zurückhaltend ſein, nicht wahr?

Ja, mein theurer Freund, denn er weiß nichts von meinen Angelegenheiten, und es iſt mir ſehr lieb, daß er nicht neugierig iſt. Er weiß, wie allgemein bekannt, daß ich in Neapel mein Glück gemacht habe, wohin ich, wie ich ihm geſagt, mit dem zehnten Jahre gekommen ſei. Das iſt eine unſchuldige Lüge, welche Niemand ſchadet, und welche ich in dem Stande, den ich gewählt, verſchiedenen Wahrhei⸗ ten, die mir nachtheilig ſein würden, habe vorziehn müſſen. Ich gebe mich für vierundzwanzig Jahre alt aus; was meinſt Du dazu?

Es ſcheint mir ſo, als ob dies richtig ſei, obwohl ich weiß, daß Du zweiunddreißig Jahre alt biſt. 8

Du willſt einunddreißig ſagen, denn als ich Dich ken⸗ nen lernte, konnte ich höchſtens vierzehn Jahre alt ſein.

Ich glaubte, Du wäreſt fünfzehn Jahre alt geweſen.

Das können wir unter uns ſagen; aber ſage mir, ob ich älter als vierundzwanzig Jahre ausſehe.

Ich kann Dir zuſchwören, daß Du nicht einmal ſo alt ausſiehſt; aber in Neaapel——

In Neapel könnte ein Chronifkſchreiber die Wahrheit wiſſen; indeß achtet Niemand auf dieſe Leute. Aber, mein

theurer Caſanova, ich bin geſpannt auf einen Augenblick, welcher einer der intereſſanteſten Deines Lebens ſein muß.

Einer der intereſſanteſten meines Lebens, ſagſt Du? Wann ſoll er ſein?

Erlaube, daß ich ſchweige, denn ich will mich an Dei⸗ nem Erſtaunen weiden. Sprechen wir von einer weſent⸗ lichen Sache. Wie ſtehn Deine Angelegenheiten? Wenn Du Geld brauchſt, ſo bin ich im Stande, Dir das, was Du mir gegeben, mit ſo viel Zinſen, als Du nur wünſchen

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