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bin ich, Sire? Und mit wem ſoll ſie ſodann dieſen Gang
machen? Mit mir nicht.
Mit meiner Tante Roman, ſagte das Fräulein, welches über ein unwillkürliches Lachen, das Niemand zurückhalten
konnte, bis zu den Augen erröthete.
Das, verſetzte Madame, könnte ſich ſehr natürlich machen; denn Madame Varnier, welche in der rue Riche- lieu wohnt, iſt ihre Tante. Sie macht ein gutes Haus und kennt ganz Paris.
Hier ſehen Sie, ſagte Valenglard, die Wege des Schick⸗ ſals. Sie ſprechen von hundert Louisd'ors; Sie brauchen nur zwölf, um zu Madame Varnier zu kommen, welche das Fräulein bei ſich aufnehmen wird. Wenn ſie dort iſt, über⸗ laſſen Sie das Weitere nur dem Zufalle, welcher ſich un⸗ fehlbar günſtig geſtalten wird.
Wenn Sie nach Paris gehen, ſagte ich zum Fräulein, ſo ſprechen Sie weder mit Ihrer Tante hier noch mit Ma⸗ dame Varnier von dem Heroscope.
Ich werde mit Niemand davon ſprechen; aber glauben Sie mir, das Ganze iſt nichts weiter als ein hübſcher Traum. Ich werde nie Paris und noch weniger Ludwig XV. ſehen.
Ich ſtehe auf, nehme aus meiner Caſſette eine Rolle von hundertundfunfzig Louisd'ors und lege ſie ihr in die Hand mit dem Bemerken, daß es Bonbons ſeien. Da ſie die Rolle zu ſchwer fand, ſo macht ſie dieſelbe auf und er⸗ blickt fünfzig Dublonen da ocho, welche ſie für Medaillen hielt.
Sie ſind von Gold, ſagte Valenglard. Und der Gold⸗ ſchmied wird Dir hundertundfünfzig Louisd'ors dafür geben, ſagte Herr Morin.
Ich bitte Sie, dieſelben zu behalten, mein Fräulein; Sie brauchen mir nur eine Anweiſung auszuſtellen, zahl⸗ bar in Paris, wenn Sie reich ſein werden.
Ich war ſicher, daß ſie dies Geſchenk mit annehmen würde, obwohl ſie mir ein Vergnügen gemacht haben würde, wenn
ſie es angenommen hätte. Aber ich bewunderte ihre Kraft, daß ſie ihre Thränen zurückhalten konnte, ohne die lachende
Harmonie ihres ſchönen Antlitzes irgendwie zu ſtören.
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