Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
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Man giebt ihm im Gaſthofe Kredit; man glaubt, daß er auf ſeine Bedienten und ſeine Equipage waͤrtet.

Man könnte ihn eher für einen Vagabunden halten.

Er ſieht nicht ſo aus, wie Sie ſich haben überzeugen können; übrigens geſtatten auch ſeine Schnallen von Edel⸗ ſteinen eine ſolche Vorausſetzung nicht.

Das iſt wahr, wenn die Steine nicht falſch ſind, denn ich ſollte meinen, er würde ſie zu verkaufen ſuchen.

Als ich nach Hauſe zurückgekehrt war, erſchien Roſa allein zu meiner Bedienung, aber ſie ſchmollte noch. Ich ſuchte ſie heiter und liebenswürdig zu ſtimmen; da ich aber Widerſtand fand, ſo bat ich ſie, ſich zu entfernen und ih⸗ rem Vater zu ſagen, daß ich am folgenden Tage in dem an den Garten ſtoßenden Saale einen Ball und ein Abend⸗ eſſen fur zwanzig Perſonen geben wolle.

Als der Hauswart am folgenden Tage meine Befehle einholte, ſagte ich zu ihm, ich wünſchte, daß ſeine jungen Damen tanzten, wenn es ihnen angenehm wäre. Dadurch wurde Roſa heiter geſtimmt, und ich hielt dies für eine gute Vorbedeutung. Als ſie mit ihrem Vater hinausging, erſchien Mariechen unter dem Vorwande, mich zu fragen, welche Spitzen ich an dieſem Tage tragen wolle. Ich fand ſie ſanft wie ein Lamm, und verliebt wie ein Täubchen. Die Sache kam glücklich zu Stande, aber beinahe wären wir von Roſa überraſcht worden, welche mit Le Duc ein⸗ trat, und für ihn um die Erlaubniß zu tanzen bat, gegen das Verſprechen, daß er ſich gut aufführen werde. Da es mir recht war, daß Alle ſich beluſtigten, ſo willigte ich ein und ſagte ihm, er möge Roſa danken, welche ihm dieſe Vergünſtigung verſchafft.

Madame Morin ſchrieb mir ein Billet, in welchem ſie mich um die Erlaubniß bat, zwei Damen ihrer Bekannt⸗ ſchaft nebſt ihren Töchtern einladen zu dürfen. Ich er⸗ wiederte ihr, ſie würde mir ein Vergnügen machen, wenn ſie nicht nur die ihr angemeſſen ſcheinenden Damen, ſondern auch Herren einlade, da ich ein Abendeſſen für zwanzig Perſonen beſtellt. Sie kam mit ihrer Nichte und Valenglard zum Mittageſſen zu mir, da ihre Tochter an ihrer Toilette