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Spatziergang im Garten, wo Alle ſo höflich waren, mich mit Fräulein Roman allein ſprechen zu laſſen.
Unſere Unterhaltung, oder wohl richtiger, mein Mo⸗ nolog drehte ſich um den tiefen Eindruck, welchen ſie auf mich gemacht, um die lebhafte Leidenſchaft, welche ſie mir eingeflößt, um ihre Schönheit, um ihre Tugend, um die Reinheit meiner Abſichten und um mein Beduürfniß, ihre Liebe zu erlangen, wenn ich nicht der unglücklichſte Menſch werden ſolle.*
Mein Herr, ſagte ſie endlich, wenn der Himmel be⸗ ſchloſſen hat, daß ich heirathen ſoll, ſo will ich Ihnen kein Hehl daraus machen, daß ich mich glücklich ſchätzen würde, wenn mein Mann Ihnen gliche. Aufgemuntert durch dieſe unbefangene Erklärung, ergriff ich ihre Hand, welche ich mit feurigen Küſſen bedeckte, und ſagte zu ihr mit dem Tone der Leidenſchaft, ich hoffe, ſie würde mich nicht ſchmachten laſſen. Sie wendete ſich um und ſuchte mit den Augeu ihre Tante.
Es fing an dunkel zu werden, und ſie ſchien zu fürchten, daß ihr etwas zuſtoßen könne. Sie zog mich ſanft nach ſich, und nachdem wir uns wieder mit der Geſell⸗
ſchaft vereinigt, begaben wir uns in den Salon, wo ich
zu ihrem Vergnügen eine kleine Pharaobank legte. Ma⸗ dame Morin gab ihrer Tochter und Nichte, die keinen Pfennig hatten, Geld, und Valenglard nahm ſich ihres Spiels ſo gut an, daß, als wir vom Spiele aufſtanden, jede der drei Damen zwei bis drei Louisd'ors gewonnen hatte.
Bis Mitternacht tafelten wir. Ein kalter Alpenwind hinderte mich, auf einen nächtlichen Spatziergang im Gar⸗ ten, wie ich beabſichtigt hatte, zu dringen. Madame Morin dankte mir tauſendmal, und ich umarmte meine weiblichen Gäſte mit ehrfurchtsvollem Anſtande.
Da ich in der Küche ſingen hörte, begab ich mich aus Neugierde hin und fand hier Le Duc in Galla und über alle Maßen betrunken. Als er mich erblickte, wollte er aufſtehn, da er aber den Schwerpunkt verlor, fiel er unter
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