Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

A

Wollen Sie, daß ich geſund werde?

Ich will, daß dieſe Komödie aufhöre, weil ſie mich langweilt.

In dieſem Augenblicke öffnet ſich die Thür und die Couſine kömmt mit der Bouillon. Ich finde ſie reizend und bemerke, daß ſie bei der Bedienung Le Dne's die Miene einer Dame annahm, welche ihr ſehr gut ſtand. Ich werde in meinem Bette ſpeiſen, ſagte der Spanier. Sie ſollen bedient werden, ſagte das junge Mädchen, und ging hinaus.

Das Mädchen thut wie eine Prinzeſſin, ſagte Le Due; aber ſie imponirt mir nicht. Nicht wahr, mein Herr, Sie finden ſie hübſch?

Ich finde, daß Du ſehr frech biſt. Du ſpielſt den Affen, und das mißfällt mir. Stehe auf, Du wirſt mir bei Tiſche aufwarten, worauf Du allein eſſen kannſt, und dadurch wirſt Du die Rückſichten erlangen, welche ein ehr⸗ licher Mann in jedem Stande verdient, wenn er ſich nicht verkennt. Du wirſt nicht mehr in dieſem Zimmer wohnen; der Hauswart wird Dir ein anderes geben.

Beim Hinausgehn begegnete ich der ſchönen Couſine; ich ſagte ihr, ich wäre eiferſüchtig auf die Ehre, welche ſie meinem Bedienten erweiſe und ich bäte ſie daher, ſich nicht mehr mit ſeiner Bedienung zu bemühn.

O, mein Gott, das iſt mir ſehr lieb.

Da der Hauswart währenddeſſen hinzugekommen war, ſo gab ich ihm meine Befehle und ging dann auf mein Zimmer, um zu ſchreiben.

Vor Tiſche kam der Baron und ſagte, er komme ſo eben von der Dame, welcher er mich vorgeſtellt. Sie war

die Frau eines Advokaten Namens Morin und die Tante des Fräuleins, welches mich ſo ſehr eingenommen hatte.

Ich habe von Ihnen und von dem Eindrucke, welchen ihre Nichte auf Sie gemacht, mit ihr geſprochen. Sie hat mir verſprochen, ſie holen zu laſſen und ſie den ganzen Tag bei ſich zu behalten.

Nachdem wir ein Mahl wie am vorigen Tage, aber mit Abwechſelungen, welche den Appetit eines Todten hätten

wieder erwecken können, eingenommen hatten, begaben wir

. 8 3