Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

lächeln mußte. Gut, ſagte der Vater, die Reihe wird auch an Dich kommen, wenn der Herr friſirt iſt.

Er war ein ſchlauer Fuchs, welcher das Mittel mich vom Abhandeln bei der Rechnung abzuhalten, richtig er⸗ kannt hatte; aber er hätte deſſelben nicht bedurft, denn ich fand ihn vernünftig, und da ich nichts abhandelte, ſo ging er froh ab.

Mariechen friſirte mich ſo gut wie meine theure Du⸗ bois, deren ich mich noch mit Vergnügen erinnerte, und als ſie zu Ende war, umarmte ſie mich, ohne ſo viele Umſtände wie Roſa zu machen. Von beiden hoffte ich das Beſte. Sie entfernten ſich, als der Bankier gemeldet wurde.

Dieſer war ein junger Mann, welcher mir vierhundert Louisd'ors auszahlte und ſagte, ich müſſe mich in dieſem Hauſe ſehr glücklich fühlen.

Ganz gewiß, erwiederte ich, denn die beiden Schweſtern ſind reizend.

Ihre Couſine iſt es weit mehr. Sie ſind tugendhaft.

Und, wie ich glaube, in guten Umſtänden.

Der Vater hat zweitauſend Fres. Rente. Sie können einen Mann aus dem Handelsſtande wählen.

Da ich begierig war, die Couſine kennen zu lernen, welche ſchöner als die beiden Schweſtern ſein ſollte, ſo ging ich hinunter, als der Bankier ſich entfernt hat. Ich begeg⸗ nete dem Hauswarte, fragte ihn, wo Le Duc's Zimmer ſei und beſuchte dann den Burſchen. Ich fand ihn in einem ſchönen Bette, im Schlafrocke und mit einem wenig gerö⸗ theten Geſichte, welches auf keine ernſte Krankheit ſchließen

ließ.

Was fehlt Dir.

Nichts, mein Herr. Ich pflege mich. Geſtern bekam ich plötzlich Luſt krank zu werden.

Und wodurch biſt Du zu dieſer Luſt gekommen? 1 Durch den Anblick der drei hübſchen Grazien, welche mir lieber als Ihre Haushälterin ſind, die ſich von mir nicht umarmen laſſen wollte. Man läßt mich indeß zu lange auf die Bouillon warten; ich werde wohl böſe werden müſſen.

Herr Le Duc, Sie ſind ein Schlingel.