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Das ſollte mich bei Leuten wie Ihr wundern; iſt auch mein Tabak darin?
Der Tabak, mein Prinz, iſt confiscirt worden.
Das thut mir Euretwegen leid, denn ich würde Euch einen Louisd'or geſchenkt haben.
Ich werde ihn ſogleich holen.
Ich habe nicht Zeit zu warten. Fahre zu, Poſtillon.
Am folgenden T Tage Aangte ich in Paris an und am vierten Tage ging ich zu Herrn von la Bretonnidère, der mich ſehr gut aufnahm zund mich zum Generalpächter Bri⸗ tard führte, der ihm die Bürgſchaft abnahm. Dieſer Bri⸗ tard war ein junger liebenswuͤrdiger Mann; J ſchämte ſich deſſen, was man mir angethan. r. J
Ich brachte meinen Bericht dem Miniſter ins Hötel Bourbon, und Se. Excellenz verweilte zwei Stunden mit mir und ließ mich das Ueberflüſſige ſtreichen. In der Nacht ſchrieb ich ihn ins Reine, und am folgenden Tage brachte ich ihn nach Verſailles zum Abbé von la Ville, der ihn kalt las und dann ſagte, ich würde das Reſultat erfahren. Einen Monat ſpäter Lihielt ich fünfhundert Louisd'ors, und hörte zu meinem großen Vergnügen, daß Herr von Crémille emeinen Bericht nicht nur ſehr genau, ſondern auch ſehr be⸗ lehrend gefunden. Mehrere begründete Bedenken hielten mich ab, mich als Verfaſſer zu nennen, wel 8 Ehre Herr von Bernis mir verſchaffen wollte.. Krle z⸗
Als ich ihm die beiden Abenteuer melche mir unter⸗ wegs begegnet, erzählte, lachte er; aber er ſagte, die Tüch⸗ tigkeit eines Menſchen, welcher in geheimen Aufträgen reiſe, beſtände darin, ſich keine ſolche Sachen auf den Hals zu ziehn; denn falbſ wenn er das Lalent hätte, ſich heraus⸗ zuziehn, ſo würde doch von ihm geſprochen, was er ſorg⸗ fältig Lermelden müſſe.
Dieſer Auftrag koſtete der Marine 12,000 Francs, und der Miniſter hätte ſich leicht alle von mir gelieferten Nach⸗ richten verſchaffen können, ohne einen Pfennig auszugeben. Der erſte beſte gebildete Offizier hätte ihn ebenſogut wie ich bedienen können, und derſelbe würde allen Eifer und


