Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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Krieg mitgemacht, und bin in den Stand geſetzt worden, den Charakter dieſes Volks kennen zu lernen; ich finde übrigens, daß der Herr Recht hat.

Sehr wohl, ſagte nun der Intendant. Bezahlen Sie nur dreißig oder vierzig Francs im Bureau, denn es iſt in der Sache ſchon geſchrieben worden.

Ich glaube, Ihnen ſchon geſagt zu haben, daß ich nicht einen Pfennig bezahlen will, und ich wiederhole es. Wer ſind Sie, mein Herr, ſagte ich zu dem ehrlichen Greiſe, daß Sie Bürgſchaft für mich leiſten wollen, ohne mich zu kennen.

Ich bin Kriegs⸗Commiſſair, mein Herr, und heiße von la Bretonnière. Ich wohne in Paris im Hötel de Sarxe, rue du Colombier; ich werde übermorgen dort ſein und Sie mit Vergnügen ſehen. Wir werden zuſammen zu Herrn Britard gehn, der, wenn er ſich von Ihrer Angelegenheit in Kenntniß geſetzt hat, mir die Bürgſchaft abnehmen wird, welche ich mit großem Vergnügen für Sie ge⸗ leiſtet habe.

Nachdem ich ihm gedankt und ihm die Verſicherung gegeben, daß ich ihn unverzüglich beſuchen würde, richtete ich einige entſchuldigende Worte an die Frau vom Hauſe und die Gäſte und entfernte mich dann.

Meinen ehrlichen Procurator führte ich in den beſten Gaſthof und gab ihm gern für ſeine Mühe einen Doppel⸗ Louisd'or. Ohne dieſen Mann und den braven Kriegs⸗ Commiſſair würde ich in große Verlegenheit gerathen ſein; ich wuͤrde den Krieg des irdnen Topfes gegen den eiſernen geführt haben; denn gegen Leute im Amte bekömmt man bei Willkürlichkeiten nie Recht; und obwohl es mir nicht an Geld fehlte, hätte ich mich doch nicht entſchließen kön⸗ nen, mir durch dieſe Elenden funfzig Louisd'ors ſtehlen zu laſſen.

Meine Chaiſe ſtand vor der Thür des Gaſthofes, und als ich einſteige, kam einer der Beamten, welche mich durchſucht hatten und ſagt, ich würde Alles, was ich darin gelaſſen, wiederfinden.