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und meine Miſſion beſchäftigte mich ausſchließlich und leitete alle meine Schritte. Zu Mittag ſpeiſte ich nur einmal bei Cornemanns Bankier, einmal bei Madame P. in der Stadt, und ein andermal in einem hübſchen Landhauſe, welches ihr Mann eine Meile von Dünkirchen hatte. Sie führte mich dorthin, und während meines Alleinſeins mit dieſer Frau, die ich ſo ſehr geliebt, bezauberte ich ſie durch mein zartes Benehmen, denn ich bezeigte ihr nur achtungsvolle Freundſchaft. Da ich ſie reizend fand und meine Verbin⸗ dung mit ihr erſt ſeit ſechs Wochen geendet hatte, ſo wun⸗ derte ich mich über die Ruhe meiner Sinne, denn ich kannte mich zu gut, um meine Zurückhaltung der Tugend zuzu⸗ ſchreiben. Woher kam das? Ein italiäniſches Sprüchwort, welches die Natur erklärt, giebt den wahren Grund an. La mona non vuol pensieri, und mein Kopf war voll von Gedanken.
Mein Auftrag war beendet, ich nahm von Allen Ab⸗ ſchied und ſtieg in meine Poſtchaiſe, um nach Paris zurück⸗ zukehren, jedoch meines Vergnügens wegen auf einem an⸗ dern Wege als auf dem ich gekommen. Gegen Mitternacht verlangte ich, ich weiß nicht auf welcher Poſt, Pferde, aber man bemerkte mir, daß die nächſte Poſt in Aire wäre, einer befeſtigten Stadt, in welche man Nachts nicht eingelaſſen wird. Pferde! ſage ich; ich werde ſchon bewirken, daß mir die Thore geöffnet werden. Man gehorcht und ſo gelangen wir an die Thore der Feſtung. Der Poſtillon klatſcht mit der Peitſche.
Wer da!
Ein Courier.
Nachdem man mich eine Stunde hat warten laſſen, öffnet man mir und ſagt, ich müſſe zum Commandanten gehen. Ich gehorche unter lautem Schimpfen und man führt mich bis in den Alcoven eines Mannes, der in ele⸗ gantem Nacht⸗Koſtüme neben einer hübſchen Frau ſaß.
Von wem ſind Sie Courier?
Von Niemand, aber da ich Eile habe——
Das iſt genug. Morgen wollen wir davon ſprechen.


