Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eine ilent

ich. nne⸗ mich e zu

ann, Ex⸗ äger und ſei⸗ kam Ge⸗ war derrn 6 de nden. atten ſich

datur mir eneh⸗

aſſen, ch ſo⸗

Ga⸗ war

r und Der 1 her⸗ erhob jiſchen

177

Bruder des Marquis von Galiani, von welchem ich ſprechen werde, wenn wir zu meiner Reiſe nach dieſem ſchönen Lande gekommen ſein werden. Der Abbé Galiani war ein Mann von ſehr vielem Geiſte. Er hatte ein außerordentliches Ta⸗ lent allem Ernſten, was er ſprach, einen komiſcheu Anſtrich zu geben; und da er gut und ohne je zu lachen ſprach, da er ſeinem Franzöſiſch den unwiderſtehlichen neapolitaniſchen Accent gab, ſo war er in allen Geſellſchaften, in die er aufge⸗ nommen zu ſein wünſchte und deren Zierde er war, außer⸗ ordentlich beliebt. Der Abbé von la Ville ſagte, Voltaire beklage ſich, daß er ſeine Henriade in neapolitaniſche Verſe überſetzt, ſo daß ſie lächerlich geworden war. Voltaire hat Unrecht, ſagte Galiani, denn es liegt in der Natur der neapolitaniſchen Mundart, daß ſie nicht in Verſe gebracht werden kann, ohne einen lächerlichen Eindruck zu machen. Und wer wird ſich denn ärgern, wenn er Lachen erregt? Das Lachen iſt nicht gleichbedeutend mit dem Spotte, und wer die Menſchen vor Vergnügen zum Lachen bringt, kann

Anſicht nach Epicuräer; er hatte einen melancholiſchen Charakter, und da er Alles von der lächerlichen Seite auffaßte, ſo gab es nichts in der Politik oder in der Moral, worüber er nicht luſtige Geſchichten zu erzählen wußte, und ſeine Geſchichten waren immer treffend und gewürzt durch das Salz unerwarteter und geiſtreicher Anſpielungen. Grimm ſchildert ihn folgendermaßen;Dieſes kleine, am Fuße des Aetna geborne Weſen, iſt ein wahres Wun⸗ der. Mit einem klaren und tiefen Blicke verbindet er eine unge⸗ heure und gediegene Gelehrſamkeit, mit den Anſchauungen eines Genies die Liebenswürdigkeit und das angenehme Weſen eines Mannes, der nur beluſtigeu und gefallen will. Er iſt Plato mit der Lebendigkeit und den Geſten Arlechins; er iſt der einzige Mann, den ich kenne, der trotz ſeiner Weitſchweifigkeit angenehm iſt. Wie ſchade, daß ſo viele ſeltne, fruchtbare, originelle Ideen nur einer kleinen Anzahl von Philoſophen anvertraut werden, oder in den Unterhaltungen eines frivolen Cirkels verdunſten, und daß der kleine Neapolitaner faul oder klug genug iſt, die Ruhe dem Rufe vorzuziehen und der Anſicht zu ſein, daß die Ruhe mehr werth iſt als der Ruhm.

VII. 12