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Wochen beide uns über den großen errungenen Sieg glücklich fühlen werden. Unſere Liebe, welche zu ſchnell beglückt
wurde, wird dann nur noch in unſerm Gedächtniſſe fortle⸗
ben. Ich bitte Sie, mir nicht mehr zu ſchreiben.“
So war es alſo aus mit mir. Dieſe ablehnende Ant⸗ wort nebſt dem noch grauſameren Befehle, ihr nicht mehr zu ſchreiben, ſetzten mich in Wuth. Ich konnte ſie mir nur noch unbeſtändig denken; ich glaubte, ſie hätte ſich in den Kaufmann verliebt. Man denke ſich meinen Zuſtand: ich faßte den furchtbaren Entſchluß, meinen Nebenbuhler zu ermorden. Die gräßlichſten Pläne drängten ſich in mei⸗ ner aufgeregten Phantaſie; die barbariſcheſten Mittel bo⸗ ten ſich in Maſſe meinem Geiſte dar, der durch eine angeregte, aber nicht befriedigte Leidenſchaft geblendet wurde: ich war eiferſüchtig, verliebt, aufgeregt und durch den Zorn und vielleicht auch durch die Eigenliebe ver⸗ wirrt. Dieſe liebenswürdige Perſon, welche ich nur bewun⸗ dern konnte, welche ich noch höher hätte ſchätzen müſſen,
welche ich wie ein Engel angebetet, ſchien mir ein haſſens⸗
werthes Ungeheuer, eine ſtrafwüͤrdige Unbeſtändige zu ſein. Ich blieb ber einem ſichern Mittel ſtehen, und obgleich ich mir nicht verhehlen konnte, daß es niederträchtig war, ließ doch die blinde Leidenſchaft es mich ohne Beſinnen ergreifen. Es beſtand darin, den Zukünftigen bei Herrn Cornemann, wo er wohnte, aufzuſuchen, ihm Alles, was zwiſchen dem Fräulein und mir vorgefallen, zu enthüllen und wenn dieſe Enthüllung nicht hinreichte, um ihn zum Verzichte auf ſeinen Heirathsplan zu bewegen, ihm den Tod eines von uns bei⸗ den anzukündigen, und wenn er meine Herausforderung nicht annähme, ihn zu ermorden.
Als dieſer ſchreckliche Plan bei mir feſtſtand, an den ich jetzt nicht ohne Schaudern und Abſcheu denken kann, aß ich mit einem thieriſchen Hunger, legte mich zu Bett und ſchlief ſanft bis Tagesanbruch. Als ich erwachte, befand ich mich in derſelben Stimmung und wurde dadurch noch mehr in meinem Beſchluſſe beſtärkt. Ich kleide mich ſchnell aber ſorgfältig an, ſtecke zwei gute Piſtolen ein und gehe zu Herrn Cornemann. Mein Nebenbuhler ſchlief noch;
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