Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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Nicht übel; er ſcheint mir ſogar liebenswürdig und ſehr annehmbar; aber warten wir bis morgen. Vielleicht mag er dann nicht, denn ich bin ja ſo dumm.

Ich weiß wohl, daß Du Geiſt zu haben glaubſt, aber das gerade iſt das Unglück; die gute Meinung, welche Du von Dir haſt, iſt die Urſache Deiner Dummheit, trotz Herrn Caſanova's Anſicht, welcher Dich für geiſtvoll hält.

Vielleicht verſteht er es.

Nein, liebe Nichte, er macht ſich über Dich luſtig.

Ich glaube, das Gegentheil ſunnehmam zu duͤrfen, liebe Tante.

Siehſt Du, das iſt wieder eine gehörige Dummheit.

Ich bin nicht Ihrer Anſicht, Madame, nehmen Sie es mir nicht übel. Das Fräulein darf glauben, daß ich weit entfernt bin, mich über ſie luſtig zu machen, und ich wage Ihnen zu verſprechen, daß ſie morgen glänzen wird.

Sie bleiben alſo hier; das freut mich. Wir wollen eine Partie Piquet machen, und ich werde allein gegen Sie beide ſpielen. Meine Nichte ſoll mit Ihnen zuſammen ſpielen, denn ſie muß das Spiel lernen.

Tiretta bat ſein Püppchen um die Erlaubniß, in die Kömödie gehen zu dürſen. Wir u din allein und ſpielten bis zum Abendeſſen. Als Tiretta wiederkam, platzten wir beinahe vor Lachen über ſeine kauderwelſche Erzählung der Intrigue des von ihm geſehenen Stückes und trennten uns ſodann.

Seit einer Viertelſtunde war ich auf meinem Zimmer, der Ankunft meiner Geliebten in ihrem Negligé entgegen⸗ ſehend; aber ſie kam völlig bekleidet. Das überraſchte mich und ſchien mir von ſchlechter Vorbedeutung zu ſein. Du biſt erſtaunt, mich angekleidet zu ſehen, ſagte ſie; aber ich muß einen Augenblick mit Dir ſprechen und werde mich ſo⸗

dann entkleiden. Sage mir ohne Umſchweife, ob ich in

dieſe Heirath willigen ſoll? Wie findeſt Du den Herrn? Er mißfällt mir nicht. 89 So heirathe ihn.

Das genügt. Lebewohl. Mit dieſem Augenblicke hört

mie fer!