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ter, und ohne ſchöne Phraſen zu ſuchen, ſagte er auf eine gefühlvolle Weiſe, er wünſche, daß der Eindruck, welchen er auf ſie mache, dem einigermaßen gleiche, welchen ſie auf ihn mache. Sie antwortete nur mit einer artigen Verbeu⸗ gung, aber ſie ſtudirte ihn aufmerkſam.
Man geht zu Tiſche und es wird von tauſenderlei Sa⸗ chen geſprochen, aber kein Wort vom Heirathen. Die beiden Brautleute betrachteten ſich nur verſtohlen und wechſelten kein Wort mit einander. Nach Tiſche begab ſich das Fräu⸗ lein auf ſein Zimmer und die Tante ging mit dem Bankier und dem Zukünftigen auf ihr Zimmer, wo ſie ein zweiſtün⸗ diges Geſpräch hatten. Da die Herren wieder nach Paris zurückkehren wollten, ſo ließ Madame** ihre Nichte rufen und ſagte in ihrer Gegenwart dem Bräutigam, ſie erwarte ihn morgen zu Tiſche und ſei überzeugt, daß ihre Nichte ihn mit Vergnügen ſehen werde. Nicht wahr, Nichte?
Ja, liebe Tante, ich werde den Herren mit Vergnügen wiederſehen.—
Hätte ſie dies nicht geſagt, ſo würde der Kaufmann abge⸗ reiſt ſein, ohne die Stimme ſeiner Zukünftigen gehört zu haben.
Nun, was ſagſt Du zu Deinem Manne?
Erlauben Sie, Tante, daß ich erſt morgen mit Ihnen darüber ſpreche; aber haben Sie die Güte, mich bei Tiſche ſprechen zu laſſen, denn möglicher Weiſe hat ihm mein Aeußeres nicht mißfallen, aber er weiß noch nicht, ob ich Verſtand habe und vielleicht zerſtört mein Geiſt wieder den geringen Eindruck, den mein Aeußeres auf ihn ge⸗ macht hat.
Ja, ich fürchte ſehr, daß Du Dummheiten ſagſt und die gute Idee, welche er von Dir gefaßt hat, wieder zerſtöreſt.
Man muß Niemand täuſchen. Deſto beſſer für ihn, wenn ihn die Wahrheit enttäuſcht, und deſto ſchlimmer für ihn und für mich, wenn wir uns entſchließen, uns zu ver⸗ binden, ohne uns zu kennen und ohne unſere Denkart irgend⸗ wie beurtheilen zu können.
Wie gefällt er Dir?


