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mich nicht, und bei Entwerfung meines Plans hätte ich nur an die beſonderen Schwierigkeiten gedacht und dieſe würden beſeitigt werden, und ich gab ihm endlich mein Eh⸗ renwort, ihn zu befreien, wenn er ſich verpflichten wolle, buchſtäblich Alles zu thun, was ich ihm auftragen würde.
Er verſprach es.
Ich zeigte ihm an, daß ich ein zwanzig Zoll langes Sponton beſäße; daß er vermittelſt deſſelben die Decke ſeines Gefängniſſes durchbrechen ſolle, hierauf die Mauer, welche uns trenne, daß er durch dieſe Oeffnung in den Raum über mir gelangen werde und die Decke deſſelben durchbre⸗ chen müſſe, und daß er mich ſodann durch das Loch hin⸗ durchhelfen ſolle. Wenn wir ſo weit gekommen wären, würde ſeine Aufgabe zu Ende ſein, und die meine beginnen; dann würde ich ihn und den Grafen Asquino befreien.
Er antwortete mir, wenn er mich aus meinem Gefäng⸗ niſſe gezogen hätte, würde ich darum nicht weniger gefangen ſein, und unſere Lage würde ſich dann von der gegenwär⸗ tigen nur durch den Raum unterſcheiden; wir würden dann bloß im Dachraume ſein, welcher durch drei Thüren ge⸗ ſchloſſen wäre.
Ich weiß das, ehrwürdiger Vater, aber wir wollen auch nicht durch die Thüren gehen. Mein Plan iſt fertig, und ich bin des Erfolges ſicher. Ich fordere von Ihnen nur Genauigkeit bei der Ausführung und Enthaltung von Einwendungen. Denken Sie nur an das paſſendſte Mittel, wie ich das Werkzeug unſerer Befreiung zu Ihnen gelangen laſſen kann, ohne dem Ueberbringer zum Verdacht Anlaß zu geben.. Einſtweilen laſſen Sie vom Kerkermeiſter einige vierzig Heiligenbilder beſorgen, welche groß genug ſind, um alle Wände Ihres Gefängniſſes damit zu tapeziren. Dieſe religiöſen Bilder werden Lorenz's Verdacht nicht erregen, und Ihnen dazu dienen, die Oeffnung zu bedecken, welche Sie in der Decke machen werden. Sie werden einige Tage nöthig haben, um dieſes Loch zu Stande zu bringen, und Lorenz wird am Morgen Ihre Arbeit vom vorigen Tage nicht ſehen können, weil Sie dieſelben mit einem Bilde be⸗ decken. Wenn Sie mich fragen, warum ich es nicht thue,


