Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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ten wegen ſeines Geizes viel Böſes nach. Er theilte mir auch mit, daß im Gefängniſſe auf der andern Seite des Saales zwei Edelleute aus den ſieben Gemeinden ſäßen, welche ebenfalls wegen Ungehorſams eingeſperrt wären; der eine wäre toll und deshalb angebunden; endlich theilte er mir noch mit, daß in einem andern Gefängniſſe zwei No⸗ tare ſäßen.

Mein Verdacht war gänzlich vergangen. Ich urtheilte folgendermaßen.

Ich will mich um jeden Preis in Freiheit ſetzen. Das Sponton, welchen ich habe, iſt ausgezeichnet, aber ich kann daſſelbe unmöglich gebrauchen, denn täglich werden die Wände meines Gefängniſſes mit Ausnahme der Decke durch Schläge mit einer Eiſenſtange geprüft. Wenn ich hinaus will, ſo muß ich alſo durch die Decke hinaus; um aber das zu können, muß ich ein Loch haben, und daran kann ich von unten aus nicht mit Erfolg arbeiten, denn das iſt nicht Sache eines Tages. Ich bedarf eines Gehülfen, der mit mir flüchten kann. Ich war wegen der Wahl nicht verle⸗ gen, denn ich konnte nur auf den Mönch verfallen. Er war achtunddreißig Jahre alt, und obwohl er gerade keinen Ueberfluß an geſundem Menſchenverſtande hatte, ſo glaubte ich, daß die Liebe zur Freiheit, dieſes erſte Bedürfniß des Menſchen, ihm hinlängliche Thatkraft zur Ausführung mei⸗ ner Anleitungen geben würde. Ich mußte zunäachſt ihm Alles anvertrauen und ſodann ein Mittel ausfindig machen, um ihm mein Inſtrument zukommen zu laſſen. Es waren dies zwei ſchwierige Punkte.

Ich fragte ihn zunächſt, ob er die Freiheit wünſche, ob er geneigt ſei, Alles zu unternehmen, um ſie ſich in Ge⸗ ſellſchaft mit mir zu verſchaffen. Er antwortete, ſein Ge⸗ fährte und er wären fähig, Alles zu thun, um ihre Feſſeln zu zerbrechen; aber er fügte hinzu, es wäre unnütz, ſich den Kopf mit unausführbaren Plänen zu zerbrechen. Er füllte vier Seiten mit den Unmöglichkeiten, welche in ſeinem Kopfe herumſpukten, denn der Unglückliche ſah keine Seite, welche

die geringſte Ausſicht auf Erfolg gehabt hätte. Ich ant⸗ wortete ihm, die allgemeinen Schwierigkeiten beſchäftigten