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17/ ſo antworte ich Ihnen, daß ich es nicht kann, weil ich un⸗ ſerem Wärter verdächtig bin, und dieſen Einwand werden Sie wahrſcheinlich gelten laſſen.
Obgleich ich ihm empfohlen, an das geeignetſte Mittel zu denken, wie ich ihm mein Sponton zukommen laſſen könne, ſo beſchäftigte ich mich doch unausgeſetzt damit, es ſelbſt zu finden, und ich kam auf eine glückliche Idee, welche ich feſthielt. Ich ſagte Lorenz, er möchte mir eine Bibel in Folio kaufen, welche ſo eben erſchienen war; es war die Vulgata und die Ueberſetzung der Septuaginta. Ich hoffte mein Sponton im Rücken des Einbandes dieſes großen Buches anbringen und es ſo dem Mönche zuſchicken zu kön⸗ nen; als ich aber die Bibel hatte, ſah ich, daß mein Inſtru⸗ ment zwei Zoll größer war als das Buch.
Mein Correspondent hatte mir ſchon geſchrieben, ſein
Gefängniß ſei mit Bildern tapezirt, und ich hatte ihm meine
Idee üͤber die Bibel und über die Schwierigkeiten, welche mir ſeine zu geringe Länge bereite, mitgetheilt. Glücklich, ſeinen Geiſt leuchten laſſen zu können, verhöhnte er mich wegen der Unfruchtbarkeit meiner Phantaſie und ſagte, ich brauche mein Sponton bloß in meinen Fuchspelz zu wickeln und ihm zu ſchicken. Er ſagte, Lorenz habe ihnen von die⸗ ſem ſchönen Pelze erzählt, und der Graf Asquino werde keinen Verdacht erregen, wenn er ſich denſelben ausbitten laſſe, um einen eben ſolchen zu kaufen. Sie brauchen ihn mir nur zuſammengelegt zuzuſchicken, ſagte er, Lorenz wird ihn nicht auseinanderbreiten. Ich war vom Gegentheil überzeugt, ſchon weil ein zuſammengelegter Pelz ſchwer zu tragen iſt; um ihn indeß nicht zu entmuthigen und ihn zugleich zu überzeugen, daß ich weniger unbeſonnen ſei als er, ſchrieb ich ihm, er ſolle ihn nur holen laſſen. Als Lorenz mich am folgenden Tage um denſelben bat, gab ich ihn ihm, aber ohne einen Riegel, und eine Viertelſtunde darauf brachte er ihn mir mit dem Bemerken zurück, daß die Herren ihn zu ſchön gefunden hätten.
Der Mönch ſchrieb mir einen kläglichen Brief, in wel⸗ chem er bekannte, daß er mir einen ſchlechten Rath gegeben; aber er fügte hinzu, daß ich Unrecht gethan, denſelben zu VII. 2


