Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8ε̈ 8 S8.

9

den alles Nöthige gebracht: Oel, Feuerſtein, Schwefelfäden; das Uebrige hatte ich.

Sie haben Recht; aber könnten Sie mir eben ſo leicht beweiſen, daß ich Ihnen die Inſtrumente zum Durchbrechen des Fußbodens verſchafft.

Gewiß, denn ich habe Alles von Ihnen bekommen.

Gott erbarme ſich! Was höre ich! Sagen Sie mir nur, wann ich Ihnen eine Art gegeben.

Ich werde Alles und die Wahrheit ſagen, aber nur in Gegenwart des Sercretairs.

Ich will nichts mehr wiſſen und glaube Ihnen Alles. Ich bitte Sie zu ſchweigen; denn bedenken Sie, daß ich ein

armer Mann bin und Kinder habe. Er entfernte ſich, ſei⸗

nen Kopf mit beiden Händen haltend.

Ich wünſchte mir herzlich Glück, daß ich das Mittel gefunden, mich dieſem Lümmel furchtbar zu machen, dem ich nun einmal das Leben koſten ſollte. Ich ſah, daß ihn ſein eigenes Intereſſe nöthigte, den Inquiſitoren nichts von dem Vorgefallenen mitzutheilen.

Ich hatte Lorenz befohlen, mir Maffei's Werke zu kau⸗ ſen; dieſe Ausgabe mißficl ihm und er wagte nicht, es mir zu ſagen. Er fragte mich, wie ich noch Bücher brauchen könne, da ich ſchon ſo viel habe.

Ich habe Alles geleſen, ſagte ich, ich muß neue haben.

Ich werde Ihnen von Jemand, welcher hier iſt, Bücher leihen, wenn Sie ihm die Ihrigen leihen wollen. Auf dieſe Weiſe werden Sie Ihr Geld ſparen.

Vielleicht ſind es Romane; die liebe ich nicht.

Es ſind wiſſenſchaftliche Bücher, und wenn Sie der einzige gute Kopf hier zu ſein glauben, ſo irren Sie ſich.

Ich bin damit zufrieden und wir wollen ſehen. Hier iſt ein Buch, welches ich dem guten Kopfe leihe; bringen Sie mir nun ein anderes..

Ich hatte ihm das Rationarium von Petavius gegeben; vier Minuten darauf brachte er mir den erſten Band von Wolf. Da ich ziemlich zufrieden damit war, ſo ſagte ich, ich brauche den Maffei nicht mehr, was ihm große Frande verurſachte.