wüthender Geberde, indem ich ihm zugleich den edlen Na⸗ men eines niederträchtigen Henkers gab, mir von meinem Gelde Rechnung zu legen. Er erwiderte trocken, das ſolle am folgenden Tage geſchehen. Als er ſich anſchickt abzu⸗ gehn, ergreife ich das Nachtgeſchirr und ſchicke mich an, es auf den Corridor auszuſchütten. Er kam mir zuvor und befahl einem Häſcher, es zu nehmen; ſodann öffnete er, um den Geſtank, welcher ſich während dieſes ekelhaften Geſchäfts verbreitete, zu vertreiben, ein Fenſter, ſchloß es aber ſogleich wieder, als das Geſchäft verrichtet war, und ich blieb trotz meines Geſchreis in dieſer peſtilentialiſchen Luft. Da ich der Anſicht war, daß ich die Leiſtung jenes ekelhaften, aber unentbehrlichen Dienſtes den Beleidigungen, die ich ihm ge⸗ ſagt, zu verdanken habe, ſo ſchickte ich mich an, ihn am folgenden Tage noch ſchlechter zu behandeln; ſobald ich ihn aber erblickte, legte ſich meine Wuth, denn ehe er mir die Rechnung reichte, übergab er mir einen Korb voll Citro⸗ nen, welche mir Herr von Bragadino ſchickte, ſo wie eine große Flaſche Waſſer, welches ich für gut hielt, und ein ſchönes und appetitliches gebratenes Huhn; auch öffnete der Häſcher ſogleich die beiden Fenſtern. Als er mir die Rech⸗ nung reichte, warf ich die Augen nur auf die Summe und „ſagte, er möge den Reſt ſeiner Frau ſchenken, mit Ausnahme
einer Zechine, welche er den mit ihm zu meiner Bedienung kommenden Häſchern gebetn ſolle. Dieſes kleine Geſchenk gewann mir die Unglücklichen, welche mir ſehr gerührt da⸗ für dankten.
Lorenz blieb abſichtlich zurück und ſagte Folgendes: Mein Herr, Sie haben ſchon geſagt, Sie hätten die Werk⸗ zeuge, mit welchen Sie das ungeheure Loch gemacht, von mir bekommen; ich bin alſo nicht neugierig; aber möchten Sie mir wohl ſagen, von wem ſie die zur Verfertigung der Lampe nöthigen Sachen bekommen?
Von Ihnen ſelbſt.
Nun weiß ich wirklich nicht mehr, was ich ſagen ſoll, denn ich hätte nicht geglaubt, daß der Geiſt in der Scham⸗ loſigkeit beſtände.
Ich lüge nicht. Sie haben mir mit Ihren eignen Hän⸗


