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achtung hätten widerlegen können; aber vergeblich. Mich immer mehr in dieſe duſtere Unzufriedenheit vertiefend, hielt ich mich für verſpottet, betrogen, verachtet und blieb ſo eine halbe Stunde finſter und ſchweigend, die Augen auf C. C. gerichtet, welche kein Wort zu ſagen wagte und ver⸗ legen und beſtürzt da ſtand, da ſie nicht wußte, mit wem ſte zuſammen war; denn ſie konnte in mir höchſtens den Pierrot erkennen, welchen ſie auf dem Balle geſehen. Da ich in M. M. verliebt und nur ihretwegen gekom⸗ men war, ſo war ich durchaus nicht geneigt, mich auf eine andere Fährte fahren zu laſſen, obwohl ich weit entfernt war, C. C.'s Verdienſt zu verachten, welches mindeſtens nicht geringer war, als das von M. M. Ich liebte ſie zärtlich, ich betete ſie an; aber in dieſem Augenblicke wollte ich ſie nicht, weil ihre Anweſenheit mir von vorn herein als eine Art Myſtifikation erſchienen war. Es ſchien mir, daß ich C. C. nicht zärtlich begegnen könnte, ohne mich ſelbſt zu entwürdigen; ich ſagte mir, daß meine Ehre mir nicht er⸗ laube, auf einen ſolchen Betrug einzugehen. Ueberdieß war ich, ohne mir ſelbſt Rechenſchaft davon zu geben, froh, M. M. eine der Liebe fremde Gleichgültigkeit vorwerfen zu können, und ich wollte ſo handeln, daß ſie nie ſollte glauben können, mir ein Vergnügen verſchafft zu haben. Hierzu kam noch, daß ich glaubte, M. M. wäre im Kabinet und vielleicht auch der Freund.
Ich mußte einen Entſchluß faſſen, denn ich konnte nicht
die ganze Nacht im Pierrot⸗Koſtüme und unter fortwähren⸗ dem Schweigen zubringen. Ich beabſichtigte zuerſt wegzu⸗ gehen, und zwar um ſo mehr, als weder C. C. noch ihre Freundin wiſſen konnten, daß Pierrot und ich eine und die⸗ ſelbe Perſon wären; aber bald verwarf ich dieſe Idee mit Abſcheu, denn ich dachte an den tödtlichen Schmerz, wel⸗ chen C. C. empfinden würde, wenn ſie erführe, daß ich Pier⸗ rot wäre. Endlich kam ich auf den Gedanken, daß ſie dies ſchon vermuthe, und ich theilte den Schmerz, den ſie dann empfinden mußte. Ich hatte ſie verführt; ich hatte ihr das
Recht gegeben, mich ihren Mann zu nennen. Dieſe Be⸗
trachtungen zerriſſen mir das Herz.
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