Teil eines Werkes 
5. Bd. (1850)
Entstehung
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klug benommen habe?

So klug, daß der unerſchrockenſte Bankier gezittert ha⸗ ben würde.

Ich ſpiele nicht immer ſo ſtark; aber ich war mit Dir zur Hälfte gegangen, und ich forderte das Glück heraus. Warum haſt Du nicht geſpielt?

Weil ich in der vergangenen Woche 4000 Zechinen verloren und ohne Geld war; aber morgen werde ich ſpie⸗ len, und das Glück wird mir günſtig ſein. Einſtweilen habe ich hier ein kleines Buch, welches ich aus Deinem Boudoir genommen. Es ſind die Stellungen Peter Aretins: ich will einige derſelben ausführen. führbare und ſogar geſchmackloſe darunter.

Das iſt wahr; aber ich habe vier ſehr intereſſante aus⸗

gewählt. Mit dieſen köſtlichen Arbeiten verbrachten wir den Reſt der Nacht, bis das Schlagen der Uhr uns anzeigte, daß wir uns trennen müßten. Ich führte meine angebetete Nonne bis zu ihrer Gondel; hierauf legte ich mich ſchlafen, ohne ſchlafen zu können. Ich ſtand auf, um einige dringenden Schulden zu bezahlen. Das Gold, welches mir meine Freundin gewonnen, brachte mir Glück, denn es verging nicht ein Tag des Karnavals, wo ich nicht gewann.

Als ich drei Tage nach dem Dreikönigsfeſte ins Caſino von Murano ging, um ein Dutzend Rollen in den Schrank zu legen, übergab mir die Frau des Hausverwalters einen Brief, und einige Augenblicke vorher hatte ich durch Laura's Vermittelung einen Brief von C. C. erhalten.

Nachdem mich meine neue Geliebte von ihrem Geſundheits⸗ zuſtande benachrichtigt, bat ſie mich, bei meinem Goldſchmidt nachzufragen, ob er nicht einen Ring mit einer heiligen Katharina gefaßt habe, unter welcher ohne Zweifel ein Portrait verborgen ſei: ſie wünſchte zu erfahren, wie der⸗ ſelbe geöffnet werden könnte. Diejenige, welche dieſen Ring hat, iſt, ſagte ſie, eine junge und ſchöne Penſionairin, meine

Der Gedanke iſt Deiner würdig; aber es giebt unaus⸗

dig zu zeigen. Haſt Du gefunden, daß ich mich beim Spiele