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verrathen.—
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Leider nein, mein Herz; könnte ich aber wohl mit Dir unglücklich werden? Wir wollen auf dieſes Thema zurück⸗ kommen, wenn es Zeit ſein wird. Gehen wir zu Bette.
Gehen wir. Wenn ich einen Sohn bekomme, will mein Freund ſich ſeiner als Vater annehmen.
Kann er ſich wohl einbilden, daß derſelbe es iſt.
Ihr könnt Euch beide damit ſchmeicheln; aber irgend eine Aehnlichkeit wird mir ſchon den wirklichen Vater
Ja, wenn er z. B. mit der Zeit Verſe machen wird, ſo wirſt Du wiſſen, daß es der ſeinige iſt.
Wer hat Dir geſagt, daß er Verſe machen kann?
Du wirſt zugeben, daß er die ſechs gemacht hat, welche Du als Antwort auf die meinigen geſchrieben haſt.
Ich werde mich wohl hüten, eine ſolche Lüge zuzugeben; denn mögen ſie nun ſchlecht oder gut ſein, ſo ſind ſie doch auf meinem Grund und Boden gewachſen, und um Dir keinen Zweifel zu laſſen, will ich Dir auf der Stelle den Beweis geben.
O, durchaus nicht. Ich glaube Dir aufs Wort, und gehen wir zu Bette, wo der Liebesgott den Gott des Par⸗ naß zum Duell herausfordern wird. 3 Das iſt gut; aber nimm dieſen Bleiſtift und ſchreibe; ich bin Apollo, ſei Du der Liebesgott.
Je ne me hattrai pas: je te cède la place.
Si Vénus est ma soeur, l'Amour est de ma race. Je sais faire des vers. Un instant de perdu, N'offense point l'Amour, si je l'ai convaincu.*)
Ich bitte Dich auf meinen Knieen um Verzeihung, meine göttliche Freundin; konnte ich aber ſo viele Talente bei einer jungen zweiundzwanzigjährigen Venetianerin ver⸗ muthen, die noch dazu im Kloſter erzogen iſt?
Ich bin unermüdlich, mich mehr und mehr Deiner wür⸗
*) Ich werde mich nicht ſchlagen: ich weiche Dir. Wenn Venus meine Schweſter iſt, ſo gehört Amor zu meinem Stamme. Ich kann Verſe machen. Ein verlorner Augenblick beleidigt Amor nicht, wenn ich ihn überzeugt habe.


