Es wird mir nicht ſchwer, dies zuzugeben, denn zu meinem Unglücke weiß ich das nur zu gut.
Sie ſind alſo in ſie verliebt?
Ja, und leider zu meinem Unglück.
Zu Ihrem Unglück! Bringen Sie es doch dahin, daß
dieſelbe Sie liebt. — Danach ſtrebe ich ſeit einem Jahre, und ich fing an, einige Hoffnung zu faſſen, als Sie kamen und dieſelbe wie⸗ der vernichteten.
Ich, mein Herr, ſoll ſie vernichtet haben?
Ja, Sie, mein Herr.
Das thut mir leid, aber ich weiß nicht, was ich dazu thun ſoll.
Sie könnten leicht ſehr viel dazu thun, und wenn Sie erlauben, werde ich Ihnen ſagen, was Sie thun können, um mich zu verpflichten.
Sprechen Sie und legen Sie ſich keinen Zwang an.
Sie könnten nicht mehr zu ihr gehen.
Der Vorſchlag iſt ſonderbar; indeß geſtehe ich, daß dies das Einzige iſt, was ich thun kann, da ich wirklich Luſt habe, Ihnen gefällig zu ſein. Glauben Sie denn aber, daß es Ihnen dann gelingen wird, ihre Liebe zu er⸗ ringen? 4
Das wird meine Sache ſein. Einſtweilen gehen Sier nicht mehr hin, und ich werde für das Uebrige ſorgen.
Es iſt möglich, daß ich dieſe außerordentliche Gefällig⸗ keit habe; aber werden Sie auch wohl die Gefälligkeit ha⸗ ben mir zuzugeſtehen, daß es einigermaßen ſonderbar iſt, daß Sie mich für einen Mann halten, dem ſich ſo etwas zumuthen läßt? 1
Ja, mein Herr, ich geſtehe, daß dies ſonderbar erſchei⸗ nen kann; aber ich habe Sie für einen Mann von Ver⸗ ſtand und vielem Geiſte gehalten, und nachdem ich lange darüber nachgedacht, habe ich geglaubt, daß Sie ſich an meine Stelle ſetzen würden, und weder mich unglücklich machen, noch ihr Leben für ein Mädchen aufs Spiel ſetzen möchten, welches Ihnen nur eine vorübergehende Liebe ein⸗
geflößt haben kann, während ich nur nach dem Glück oder
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