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den Armen ihrer Mutter in die des Lords im Alter von dreizehn Jahren übergegangen und ihr Benehmen war ach⸗ tungswerth. Sie bekam Kinder, welche Mylord anerkannte und ſtarb als Gräfin von Eronville. Ich werde ſpäter von ihr ſprechen.
Ich hatte bei Herrn von Moncenigo auch Gelegenheit, die Bekanntſchaft einer venetianiſchen Dame zu machen, der Witwe des Engländers Winne. Sie kam von London mit ihren Kindern, und hatte dorthin reiſen müſſen, um den⸗ ſelben die Erbſchaft ihres verſtorbenen Gatten zu ſichern, auf welche dieſelben alles Anrecht verloren haben würden, wenn ſie ſich nicht zur anglikaniſchen Kirche bekannt hätten. Sie kehrte zufrieden mit ihrer Reiſe nach Venedig zurück. Sie hatte ihre älteſte Tochter bei ſich, ein junges Mädchen von zwölf Jahren, welches trotz ſeiner Jugend ſchon alle Merkmale der vollkommenſten Schönheit zeigte. Sie lebt jetzt in Venedig als Witwe des Grafen von Roſenberg, der als Geſandter Maria Thereſia's in Venedig geſtorben iſt. Sie glänzt hier durch ihr weiſes Benehmen und durch alle geſellſchaftlichen Tugenden, welche ſie auszeichnen. Nie⸗ mand findet einen andern Fehler als den, daß ſie nicht reich iſt; aber ſie wird dies nur dadurch gewahr, daß ſie nicht alles Gute thun konnte, was ſie wollte.
Der Leſer wird im folgenden Kapitel ſehen, wie ich mit der franzöſiſchen Juſtiz zuſammenkam.
Einunddreißigſtes Kapitel.
Ich bekumme mit der pariſer Juſtiz zu ſchalfen.— Fräulein Veſian.
Die jüngſte Tochter meiner Wirthin Madame Quinſon, ein junges Mädchen von funfzehn bis ſechszehn Jahren, kam oft ungerufen zu mir. Ich bemerkte bald, daß ſie mich liebte; und ich würde mich lächerlich gemacht haben, wenn
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