Teil eines Werkes 
4. Bd. (1850)
Entstehung
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daß, wenn die Königin von Frankreich immer ſo ſßeiſte, ich kein Verlangen trüge, ihr Tiſchgenoſſe zu ſein.

. Ich war erfreut, den berühmten Krieger geſehen zu haben, welchem ſich Bergen op Zoom hatte unterwerfen müſſen; aber es ſchmerzte mich, daß ein ſo großer Mann eine Frage, wegen eines Hühnerfricaſſées mit demſelben Tone hatte beantworten müſſen, mit welchem ein Richter ein Todesurtheil. verkündet.

Nachdem ich mich mit dieſer Anekdote bereichert hatte, traktirte ich mit derſelben die Geſellſchaft bei Sylvia wäh⸗ rend eines vortrefflichen Mittagsmahls, zu welchem ſich die gewählteſte und angenehmſte Geſellſchaft eingefunden hatte.

Als ich einige Tage darauf Morgens um 10 Uhr mit einer Menge Hofleute im Spalier ſtand, um das immer neue Vergnügen zu genießen, den Monarchen zur Meſſe ge⸗ hen zu ſehen, zu welchem Vergnügen noch das fernere, die ganz entblößten Buſen und Schultern ſeiner Töchter be⸗ trachten zu können, hinzuzurechnen iſt, erblicke ich die Ca⸗

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vamacchie, welche ich unter dem Namen von Madame Que⸗ rini in Ceſena verlaſſen hatte. Wenn ich verwundert war, ſie zu ſehen, ſo war ſie es nicht weniger mich an dieſem Orte zu erblicken. Der Marquis von Saint⸗Simon erſter Kammerherr des Prinzen von Condé gab ihr den Arm.

Madame Querini in Fontainebleau? 1

Sie hier? Ich denke an die Königin Eliſabeth, welche ſagte: Pauper ubique jacet.*)

Der Vergleich iſt ſehr richtig, Madame.

Ich ſcherze, theurer Freund, ich bin hierher gekommen. um den König zu ſehen, welcher mich nicht kennt; aber morgen wird der Geſandte mich vorſtellen.

Sie trat in das Spalier fünf oder ſechs Schritte ent⸗ fernt von mir, nach der Seite zu, von woher der König kommen mußte. Se. Majeſtät trat ein mit Herrn von Ri⸗ chelieu zur Seite und fing an, die vermeintliche Madame OQuerini zu betrachten. Ohne Zweifel gefiel ſie ihm nicht, denn im Weitergehen ſagte er zu ſeinem Freunde folgende

*) Der Arme liegt überall.

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