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nen Boufflers hießen Luxembourgs und die kleinen Luxem⸗ bourgs hießen Boufflers. Die Abkömmlinge dieſer Raub⸗ vögel ſind jetzt in Frankeich unter demſelben Namen be⸗ kannt. Diejenigen, welche das Wort des Räthſels hatten, lachten mit Recht darüber und die Erde drehte ſich darum nicht weniger nach dem Geſetze der Schwere.
Der reichſte der italiäniſchen Schauſpieler war Panta⸗ lon, Vater von Carolinen und Camilla*) und ein bekann⸗ ter Wucherer. Er wollte mir auch in ſeiner Familie zu eſſen geben, und ſeine beiden Töchter bezauberten mich. Die
oder im Wochenzimmer der Herzogin von Orléans ihre Begehr⸗ lichkeit nicht zügeln konnte. Der Herzog von Luxemburg und ſeine Gemahlin wurden die Gönner J. J. Rouſſeau's, der unter ihrem Schutze eine Zeit lang zu Montmorency lebte.
*) Grimm erwähnt derſelben in folgender Weiſe: das ita⸗ liäniſche Theater hat ſo eben Camilla Veroneſe verloren(1768), welche in den italiäniſchen Stücken die Rolle der Soubrette oder Colombine ſpielte: ſie war Tochter des alten Pantalon und Schwe⸗ ſter von Carolinen, der berühmten Courtiſane, welche einige Jahre dieſelbe Stelle beim Theater einnahm, welche ſich aber früh⸗
zeitig zurückzog, und wie ich glaube, von dem Gewinne lebt, wel⸗
en ihr der Handel mit ihren Reizen gebracht. Camilla, ein ) zen g.
Kind des Theaters, tanzte ſeit ihrer erſten Jugend und folgte dann
derſelben als Soubrette. Das Publikum glaubte durch Caroli⸗ nens Abgang einen großen Verluſt erlitten zu haben, und ſo weit ich mich erinnere, hatte Caroline ziemlich ſchöne Augen, ſchöne Haut, ſehr ſchönen Buſen; aber als Schauſpielerin ſchwatzte ſie ziemlich abgeſchmackt. Sie wiſſen, daß in den italiäniſchen Stücken improviſirt werden muß, und daß eine Rolle durch den Geiſt des ſie Spielenden Bedeutung erhält. Camilla war nicht ſehr beredt und ſprach das Italiäniſche ſchlecht; da ſie in Paris geboren war, ſo war ſie gewohnt, Italiäniſch mit franzöſiſchen Worten zu ſpre⸗ chen, d. h. die franzöſiſchen Wendungen beizubehalten und ſie Wort für Wort ins Italiäniſche zu übertragen; zuweilen italiäni⸗ ſirte ſie ſogar rein franzöſiſche Worte, deren ſie ſich im gewöhn⸗ lichen Leben bediente; aber ſie hatte viel Wärme und riß trotz ihres ſchlechten Sprechens fort; ſie war übrigens eine der größ⸗ ten Pantomimen, die es gegeben. Auf ihrem Geſichte und in ih⸗ ren Geſten malte ſich Alles ab und dieſe Art des Ausdrucks war oft erhaben.—


