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daß es die ſeinigen ſind, und meine Frau würde ſich zu al⸗ lererſt beklagen, wenn er dies nicht zugäbe.
Dieſer Mann war nicht das, was man einen guten
Menſchen zu nennen pflegt, bei weitem nicht; aber da er die Sache ſehr philoſophiſch betrachtete, ſo ſprach er mit Ruhe und ſogar Würde davon. Er liebte Carlin als Freund, und Geſchichten dieſer Art waren damals nicht ſelten in einer gewiſſen Klaſſe. Zwei vornehme Herren Boufflers und Luxrembourg hatten in aller Freundſchaft ihre Frauen getauſcht*) und beide hatten Kinder bekommen. Die klei⸗
*) Wir entnehmen aus Barthold einige Notizen über die hier aufgeführten Perſonen und namentlich die Herzogin von Boufflers. Dieſe, eine Enkelin des bekannten Marſchalls Villeroy, war eine der ſchönſten Frauen, aber tollen Launen und heftigen Anwand⸗ lungen der Nymphomanie ausgeſetzt. Fiel ihre Neigung auf einen
Gegenſtand, ſo verfolgte ſie ihn mit bachantiſcher Wuth, bis ſie
ſich erſättigÄt. Monſieur de Riom, der écuyer favori der Herzo⸗ gin von Berry, machte den Marſchall von Lurembourg auf dieſelbe aufmerkſam, welche es aber zur Bedingung ihrer Gunſt machte, daß er Madame de V. verlaſſe, ihr jedoch zuvor ein Kind mache. Der Marſchall erfüllte die Bedingüng, und die Nebenbuhlerin ſtimmte im Gemach der Königin laut den Refrain eines gemei⸗ nen Gaſſenhauers an, als ſie den Sieg ihres neuen Freundes an der eintretenden Dame erkannte. Da es ſich nun auch fügte, daß die Gattin des Herzogs von Lurembourg an Boufflers Geſchmack fand, ſo bildete ſich ein freundſchaftliches, wahlverwandſchaftliches Verhältniß zwiſchen den vier Ehegatten, aus welchem von ihnen in keiner Weiſe ein Geheimniß gemacht wurde. Wie der Herzog von Richelieu ſagt, war jeder tyranniſcher Zwang unter ihnen verbannt. Wenn der eine Gatte in das Haus des andern kam, ſo verſchwand der Letztere, um die Frau des erſtern zu tröſten. Beide hatten in der rue Cadet aux Porcherons zwei einander gegenüber liegende ſogenannte petites-maisons gemiethet, ſo daß jeder der Gatten leicht wiſſen konnte, wo ſeine Gemahlin war, wenn er den Wagen ihres Liebhabers vor der petite-maison ſtehen ſah. Die Herzogin von Boufflers beſchloß nach dem Tode ihres Gemahls 1747, den Herzog von Luxembourg zu heirathen, deſſen Frau vor Kurzem geſtorben war; aber ihr Vorſatz, von jetzt
an nach Achtung zu ſtreben, ſcheiterte häufig, wenn der Wein ſie
itzte, ſo daß ſie ſelbſt beim Beſuche von Volksbeluſtigungen
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