Teil eines Werkes 
4. Bd. (1850)
Entstehung
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EANA

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Taktloſigkeit zu begehen, wenn wir deſſen erwähnt hätten. Welche Nacht! Und welches Weib war dieſe Henriette, welche ich ſo ſehr geliebt habe und welche mich ſo glücklich ge⸗ macht hat! Erſt nach drei oder vier Tagen riskirte ich es, ſie zu fragen, was ſie ohne einen Pfennig Geld und ohne Be⸗ kannten in Parma gemacht haben würde, wenn ich nicht gewagt hätte, ihr meine Liebe zu erklären, und nach Neapel abgereiſet wäre. Sie antwortete, ſie würde ſich wirklich in der ſchauderhafteſten Verlegenheit befunden haben, ſie wäre aber überzeugt geweſen, daß ich ſie liebe und hätte vorausgeſehen, was gekommen. Sie fügte hinzu, daß die Ungeduld, über meine Anſichten hinſichtlich ihrer ins Reine zu kommen, ſie veranlaßt, mich zu bitten, ihren Entſchluß dem Offizier mit⸗ zutheilen, da ſie gewußt, daß er ſich dem nicht widerſetzen und auch nicht länger mit ihr leben könne, daß ſie endlich in der Bitte, welche ſie dem Kapitain habe vorlegen laſſen, mich nicht mit inbegriffen habe, daß es ihr unmöglich ge⸗ ſchienen, daß ich ſie nicht hätte fragen ſollen, ob ich ihr nicht irgendwie nützlich ſein könne, und daß ſie dann nach

den Gefühlen, welche ſie bei mir gefunden haben würde, ih⸗

ren Entſchluß gefaßt haben würde. Sie ſagte endlich, daß, wenn ſie ſich zu Grunde gerichtet hätte, ihr Mann und Schwiegervater, welche ſie Ungeheuer nannte, die Schuld

trügen.

Als ich in Parma ankam, ließ ich mich wie in Ceſena unter dem Namen Faruſi ins Wachbuch eintragen: es war dies der Familienname meiner Mutter und Henriette ſchrieb ſelbſt Anna von Arci, Franzöſin, ein. Während wir dem Thorſchreiber antworteten, bot ein junger leichtfüßiger und freundlicher Franzoſe uns ſeinen Dienſt an, und ſagte, ich würde beſſer thun, anſtatt auf der Poſt abzuſteigen, zu d'Andremont zu gehen, wo ich Wohnung und Küche nach franzöſiſcher Weiſe und die beſten franzöſiſchen Weine finden würde. Da ich ſah, daß der Vorſchlag Henrietten gefiel, ſo ließ ich mich dorthin führen, und wir fanden eine ſehr gute Wohnung. Ich nahm einen Lohnbedienten an und