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und das zur Reiſe nothige Geld, und er äußerte ſehr leut⸗
ſelig, daß ich mich nicht zu beeilen brauche.“
„Ich dachte nicht mehr an die ſchöne Abenteuerin, als mein Cicerone mir zwei Tage vor meiner Abreiſe meldete, daß er ihre Wohnung entdeckt und daß ſie noch immer mit dem Offiziere zuſammen ſei. Ich ſagte zu ihm, er möge verſuchen, mit ihr zu ſprechen und ihr ſagen, daß ich über⸗ morgen abreiſe. Sie ließ mir ſagen, wenn ich ſie die Stunde meiner Abreiſe wiſſen laſſen wolle, ſo werde ſie ſich zweihundert Schritte vor der Stadt einfinden, zu mir in den Wagen ſteigen und mit mir fahren. Da ich dieſe An⸗ ordnung ſehr ſinnreich fand, ließ ich ihr im Laufe des Tages die Zeit meiner Abreiſe und die Stunde, wo ich ſie vor der porta del popolo erwarten würde, melden.“
„Sie ſtellte ſich pünklich ein, und wir haben uns ſeit⸗
dem nicht wieder verlaſſen. Sobald ſie neben mir im Wa⸗ gen ſaß, gab ſie mir zu verſtehen, daß ſie mit mir zu Mit⸗ tag ſpeiſen wolle. Sie können ſich denken, wie ſchwer es uns wurde, uns mit einander zu verſtändigen; aber durch Geſten gelang es uns zu errathen, was wir wollten, und ich nahm die Partie mit Vergnügen an.“
„Wir ſpeiſten ſehr heiter zu Mittag und ſprachen zu⸗ weilen mit einander, ohne uns zu verſtehen; aber nach dem Deſſert verſtändigten wir uns ſehr gut. Ich glaubte, die Sache wäre damit zu Ende, aber denken Sie ſich mein Er⸗ ſtaunen, als ich ihr zehn Zechinen geben wollte, ſie die⸗ ſelben aber ganz beſtimmt zurückwies, und mir begreiflich machte, daß ſie lieber mit mir nach Parma reiſen wolle, daß ſie in dieſer Stadt etwas zu thun habe, und daß ſie nicht nach Rom zurückkehren wolle. Das Abenteuer miß⸗ fiel mir nicht, ich willigte ein und bedauerte bloß, ihr nicht begreiflich machen zu können, daß, wenn ſie verfolgt würde, um nach Rom zurückgebracht zu werden, ich nicht in der Lage wäre, ſie gegen eine ſolche Gewaltthat zu ſchützen. Ich bedauerte auch, daß ich auf keine Unterhaltung hoffen durfte, da ich von ihrer und ſie von meiner Sprache nicht das Geringſte verſtand; ich hätte ſie auch gern ihre Aben⸗
teuer erzählen hören, welche ich mir intereſſant dachte. Sie


