Mittel, ſie mir zu ſichern. Wenn ich auch jede Gecken⸗ 1 haftigkeit bei Seite ſetzte, ſo mußte ich mich doch mehr — für ſie geeignet halten, als ihren alten Ungarn, der
für ſein Alter allerdings ein liebenswürdiger Mann war, der aber doch ſeine ſechszig Jahre nicht verbergen konnte, während auf allen meinen Zügen die dreiund⸗ zwanzig Jahre glänzten. Wie es mir ſchien, hatte ich von Seiten des Offtziers kein Hinderniß zu erwarten, denn er ſchien mir zu den Leuten zu gehören, welche die Liebe wie eine Sache der bloßen Laune behandeln, ſich deshalb leicht den Umſtänden fügen und mit gutem Humor jedes ih⸗ . nen vom Zufall dargebotene Verhältniß annehmen. Das Glück konnte mir zur Betreibung meiner Sache keine gün⸗ ſtigere Gelegenheit darbieten, als mich zum Reiſegefährten eines ſo wenig zu einander paſſenden Paares zu machen. — Es ſchien mir nicht möglich, daß man mein Anerbieten ab⸗ . ſchlagen könnte; denn es mußte ihnen ſehr angenehm ſein, daß ich ſie begleiten wollte, da ſie beide allein ſich keinen
einzigen Gedanden mittheilen konnten.
— Da ich glaubte, daß ich meiner Sache ſicher wäre und
. entſchloſſen war, das Abenteuer zu beſtehen, ſo fragte ich, als
wir im Gaſthofe angekommen waren, den Offtzier, ob er mit der
Poſt oder auf andere Weiſe nach Parma zu reiſen gedächte.
Da ich keinen Wagen habe, ſo ziehe ich die Poſt vor.
Ich habe einen ſehr beahanen und biete Ihnen die bei⸗
den Plätze im Hinterſitze an, wenn Ihnen meine Geſellſchaft angenehm iſt.
Dies iſt ein wahres Glück. Erweiſen Sie mir das Vergnügen, Henrietten dieſen Vorſchlag zu machen.
Wollen Sie, Madame, mir die Ehre gönnen, Sie nach Parma zu begleiten?
Das ſoll mich ſehr freuen, denn wir werden dann doch wenigſtens ſprechen können. Aber ſehen ſie ſich wohl vor, mein Herr, denn Ihre Aufgabe wird nicht leicht ſein, da Sie oft allein mit uns beiden zu thun haben werden.
Ich werde es ſehr gerne thun und bedaure nur, daß die Reiſe eſn kurz iſt. Beim Abendeſſen wollen wir avr
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