Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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196 zu ſein, was ſehr möglich war. Ich werde funfzehn Jahre ſpäter von demſelben ſprechen.

Als ich zu der Narici kam, fand ich den Grafen Al⸗ fani, welcher mich gewiß nicht erwartete, und ich dachte mir, daß er mich für ſeinen böſen Genius halten müſſe. Nach⸗ dem er mich ſehr höflich gegrüͤßt, bat er mich, einige Worte unter vier Augen anzuhören. Ich will Ihnen noch funfzig Zechinen geben, ſagte er, aber als Ehrenmann können Sie dieſelben nur nehmen, um ſie Madame Querini wiederzu⸗ geben; wie wollen Sie ihr dieſelben aber geben, ohne ihr zu ſagen, daß Sie mich zur Herausgabe genöthigt? Sie ſe⸗ hen ein, was das für Folgen haben muß.

Ich werde ſie ihr geben, wenn Sie nicht mehr hier ſind, unterdeß werde ich ſchweigen; aber hüten Sie ſich, in mei⸗ ner Gegenwart das Glück zu verbeſſern, denn ſonſt ſpiele ich Ihnen einen üblen Streich.

Verdoppeln Sie meine Bank, und Sie ſollen zur Hälfte mit mir gehen.

Ihr Vorſchlag iſt eine Beleidigung.

Er gab mir funfzig Zechinen und ich verſprach ihm das Geheimniß.

Bei der Schauſpielerin war zahlreiche Geſellſchaft, be⸗ ſonders von jungen Leuten, welche nach dem Eſſen Alle ihr Geld verloren. Ich ſpielte nicht, was der Schönen uner⸗ wartet war, denn ſie hatte mich nur eingeladen, weil ſie glaubte, daß ich von demſelben Schlage wie die Andern wäre. Da ich bloßer Zuſchauer blieb, ſo konnte ich beob⸗ achten, wie recht Mahomed daran gethan, daß er die Haſard⸗ ſpiele verboten.

Am Abend nach der Oper legte der erwähnte Graf Bank, ich ſpielte und verlor zweihundert Zechinen; aber ich konnte mich deshalb nur ans Glück halten und Madame Ouerini gewann. An folgenden Tage nach dem Abendeſſen ſprengte ich beinahe ſeine Bank, und da ich mich ſehr ermü⸗ det fuͤhlte und mit meinem Gemwinne zufrieden war, ſo legte ich mich zu Bett.

Am nächſten Morgen, es war der Tag vor dem vier⸗ ten Tage, ging ich zum General und hörte, daß ſein Adju⸗