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General hatte ſie ſchon dem ganzen Adel von Ceſena als Madame Ouerini Papozze vorgeſtellt. Uebrigens würde Herr Querini Unrecht gehabt haben, wenn er auf den Ge⸗ neral eiferſüchtig geweſen wäre, denn die Bekanntſchaft war ſchon zu alt, um noch Gewicht darauf zu legen. Auch gilt es unter gewiſſen Frauen für ausgemacht, daß ein ſpäter kommender Liebhaber, welcher auf einen ältern Bekannten eiferſüchtig ſein will, ein Dummkopf iſt, und daß man den⸗ ſelben als ſolchen behandeln darf. Giulietta, welche un⸗ zweifelhaft meine Plauderhaftigkeit fürchtete, hatte mich ſchnell herangerufen, da ſie aber ſah, daß auch ich die ihrige zu fürchten hatte, ſo beruhigte ſie ſich. Ich behandelte ſie politiſcher Weiſe von Anfang an mit allen, ihrem Range ſchuldigen Rückſichten.
Bei dem General fand ich zahlreiche Geſellſchaft und recht hübſche Frauen. Da ich Giulietta nicht ſah, ſo fragte ich Manzoni nach ihr, welcher ſagte, ſie ſäße am Pharao⸗ tiſche und verliere ihr Geld. Ich begebe mich dorthin und ſehe ſie an der linken Seite des Bankiers ſitzen, welcher blaß ward, als er mich erblickte. Es war der angebliche Graf Celi. Er bietet mir ein Buch Karten an; ich lehne es höflich ab, nehme aber Giulietta's Anerbieten, zur Hälfte mit ihr zu gehen, an. Sie hatte etwa funfzig Zechinen, ich gebe ihr eben ſo viel und ſetze mich neben ſie. Am Ende der Taille fragt ſie mich, ob ich den Bankier kenne, und ich bemerkte, daß er es gehört hatte; ich ſage: Nein. Die Dame, welche zu meiner Linken ſaß, ſagte, es wäre der Graf Alfani. Eine halbe Stunde darauf verlor Madame Querini ein Sept et leva von zehn Zechinen, und dieſer Schlag war entſcheidend. Ich ſtehe auf und faſſe die Hände des Bankiers ins Auge. Nichts deſto weniger zieht er falſch ab, und Madame verliert.
In demſelben Augenblicke kam der General, um ſie zum Eſſen zu holen; ſie ſtand auf, ließ den Reſt ihres Gol⸗ des liegen, kehrte aber beim Deſſert zum Spiele zurück und verlor Alles.
Da ich das Abendeſſen durch eine Menge hübſcher Ge⸗ ſchichten und feiner Späße belebte, ſo gewann ich die Freund⸗


