Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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Sie werden den Hanf gleich ſo weit wegbringen laſſen

daß der Geruch deſſelben die Geiſter, welche ich citiren ſoll,

nicht beläſtigt, und ſie werden die Luft mit Schießpulver reinigen laſſen. Jetzt ſorgen Sie für einen zuverläſſigen

Mann, der morgen unſere Sachen aus dem Gaſthofe holen

kann, um halten Sie hundert neue Kerzen und drei Fackeln bereit.

Hierauf verlaſſe ich Franzia und ſchlage mit Capitani den Weg nach Ceſena ein; aber ich war noch nicht hundert Schritte entfernt, als ich ihn hinter mir herlaufen hörte.

Mein Herr, ſagte er, nehmen Sie doch die 40 Thaler,

welche Sie meine Frau für den Hanf gegeben.

Nein, mein Herr, das werde ich nicht thun, denn ich will durchaus nicht, daß Sie etwas verlieren.

Ich bitte Sie, nehmen ſie das Geld wieder, denn ich kann den Hanf im Laufe des Tages für vierzig Thaler verkaufen.

Ich willige darein, ſage ich, weil ich auf Ihr Wort vertraue.

Dies Benehmen machte auf den Mann einen großen Eindruck, und er betrachtete mich mit der höchſten Ver⸗ ehrung. Aber dieſe Verehrung ſtieg noch, als ich mich trotz des Rathes meines Gefährten hartnäckig weigerte, hundert Zechinen anzunehmen, welche er mir als Entſchädigung für die Reiſekoſten aufdringen wollte. Ich entzückte ihn, als ich ſagte, wenn man in Begriff ſtehe in den Beſitz eines Schatzes zu gelangen, ſo ſehe man nicht auf Kleinigkeiten.

Da unſer Gepäck am folgenden Tage abgeholt wurde, ſo waren wir völlig eingerichtet bei dem reichen und dum⸗ men Franzia.

Er ſetzte uns ein gutes und ſehr reichliches Mittags⸗

eſſen vor; ich ſagte, er möchte beim Eſſen ſparen und mir

zum Abendeſſen blos friſche Fiſche geben, was auch geſchah.

Nach dem Abendeſſen kam der gute Franzia zu mir und

ſagte, was die Jungfer betreffe, ſo glaube er dieſe in ſeiner

Tochter gefunden zu haben; er habe ſeine Frau deshalb

befragt und ich könne mich darauf verlaſſen. Das iſt gut, 12*