Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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nem Befehl ſteht, wird es mir um Mitternacht bring und derſelbe Geiſt wird mir ſagen, wo Ihr Schatz iſt.

Bewirken Sie, daß er es Ihnen ſagt, und ich werde überzengt ſein.

Man gebe mir Feder, Dinte und Papier.

Ich fange nun an, mein Orakel zu befragen und laſſe daſſelbe antworten, daß der Schatz neben dem Rubicon liege. Dies, ſage ich, iſt ein Bach, welcher früher ein Fluß war. Sie ſchlagen in einem Wörterbuche nach und finden, daß der Rubicon bei Ceſena vorbeifließt; ich ſehe, daß ſie völlig verdutzt werden. Da ich ihnen die Freiheit laſſen wollte, Unſinn zu ſchwatzen, ſo entfernte ich mich.—

Ich hatte Luſt bekommen, nicht dieſen armen Blödſinni⸗

gen fünfhundert Zechinen zu beſtehlen, ſondern ſie für ihre Rechnung bei dem andern Dummkopfe in Ceſena auszugraben, und auf ihre Koſten zu lachen. Ich ſehnte mich danach die Rolle eines Magiers zu ſpielen. Zu dieſem Zwecke begab ich mich, als ich das Haus des lächerlichen Antiquars verlaſſen, nach der öffentlichen Bibliothek, wo ich mit Hülfe eines Lexikons

folgende närriſche Gelehrſamkeit zuſammenbrachte:„Der Schatz

ruht 14 ½ Klafter und ſeit ſechs Jahrhunderten unter der Erde. Sein Werth beläuft ſich auf zwei Millionen Zechi⸗ nen; derſelbe iſt in einem Kaſten enthalten, demſelben, wel⸗ chen Gottfried von Bouillon Mathilden, Gräfin von Tos⸗ kana 1081 entwendete, als er dem Kaiſer Heinrich IV. in der Schlacht gegen dieſe Prinzeſſin beiſtehen wollte. Der⸗ ſelbe wurde von ihm ſelbſt an dem Orte, wo er ſich jetzt befindet, vergraben, ehe er zur Belagerung Roms auszog. Gregor VII., welcher ein großer Magiker war, hatte erfah⸗ ren, wo der Kaſten begraben war, und war entſchloſſen, denſelben in Perſon aufzuſuchen, aber der Tod vereitelte ſeine Pläne. Nach dem Tode der Gräfin Mathilde im Jahre 1116 gab der Genius, welcher über die verborgenen Schätze wacht, dieſem ſieben Wächter. In einer Vollmonds⸗ nacht kann ein gelehrter Philoſoph den Kaſten bis zur Oberfläche des Bodens emporheben, wenn er im Circulus maximus ſtehen bleibt.“

Ich erwartete, daß der Vater oder der Sohn nun zu