. 158 auch entfernen; übrigens hat Ihr Freund einen Degen, und wir ſind alſo zwei gegen zwei.
Ja, ſagte der Franzoſe, machen wir eine doppelte Partie.
Ich ſchlage mich nicht mit einem Tänzer, ſagte der Gur⸗ gelabſchneider.
Bei dieſen Worten tritt mein Sekundant heran und ſagt, ein Tänzer ſei wohl eben ſo viel werth, wie ein Hans Aw.⸗„hund verſetzt ihm mit der flachen Klinge einen tüchtigen Schlag. Ich ahme ſein Beiſpiel bei Celi nach, welcher mit ſeinem Kollegen zurückweicht und ſagt, er wolle mir zuvor ein Wort ſagen und ſich dann ſchlagen.
Schweigen Sie.
Sie kennen mich und ich kenne Sie nicht; ſagen Sie mir, wer Sie ſind.
Statt aller Antwort fange ich von neuem an, auf ihn loszuſchlagen, und der Franzoſe entfaltet in dieſem Genre eine nicht geringe Geſchicklichkeit auf dem Rücken des Andern. Da aber die beiden Memmen Ferſengeld gaben, ſo mußten wir die Degen wieder in die Scheide ſtecken. So endete alſo das große Duell auf eine noch lächerlichere Weiſe, als Marina vorhergeſagt hatte.
Miein braver Franzoſe erwartete Geſellſchaft; ich ver⸗ ließ ihn mit der Bitte, nach dem Theater bei mir zu ſpei⸗ ſen. Ich nannte ihm den Namen, unter welchem ich mich hatte einſchreiben laſſen, und den Gaſthof, in welchem ich wohnte.
Als ich nach Hauſe kam, fand ich Marina und erzählte
ihr den ganzen Hergang. Ich werde, ſagte ſie, dieſe luſtige Geſchichte heute Abend dem ganzen Theater erzählen. Was mir das größte Vergnügen macht, fügte das liebenswürdige
Mädchen hinzu, das iſt, daß Dein Sekundant, wenn er
wirklich Tänzer iſt, nur Baletti ſein kann, welcher mit mir in Mantua tanzen wird.
Nachdem ich meine Kleinodien und Papiere wieder in
den Koffer gelegt, begab ich mich in die Oper ins Parterre, wo ich Baletti fand, der die Aufmerkſamkeit auf mich lenkte, indem er die Geſchichte ſeinen Bekannten erzähte. Gegen das Ende der Oper kam er zu mir und ich nahm ihn


