Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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derſecen, mir ein Stelldichein beſtimmt! Es ſchien mir, daß, wenn ich mich zu demſelben nicht eingefunden, ich ihm das Recht gegeben hätte, mich für einen Feigling zu halten.

Da der angebliche Graf ſich noch nicht geſtellt hatte, ſo ging ich in ein benachbartes Kaffeehaus, um auf ihn zu warten. Ich finde daſelbſt einen jungen Franzoſen von ein⸗ nehmendem Aeußern und richte das Wort an ihn. Da ſeine Unterhaltung mir gefiel, ſo ſagte ich zu ihm, daß, wenn ein Individuum, welches ich erwarte, käme, meine Ehre er⸗ fordere, daß ich allein ſei, und daß ich ihn deshalb bitte, ſich bei deſſen Annäherung zu entfernen. Eine Viertelſtunde darauf ſah ich meinen Antagoniſten, aber mit einem Sekun⸗ danten kommen. Bei deſſe 35 Erſcheinen ſagte ich zu dem Franzoſen, daß er mir ein Vergnügen erweiſen würde, wenn er bleiben wollte, welches er auch wie eine Luſtpartie an⸗ nahm. Mein Mann tritt mit ſeinem Akolythen ein, wel⸗ cher ein Rapier von wenigſtens vierzig Zoll trug, und deſ⸗ ſen Miene einen wahren Gurgelabſchneider verkündete. Ich ſtehe auf und ſage mit trocknem Tone zu dem Burſchen: Sie hatten geſagt, Sie wollten allein kommen.

Mein Freund iſt nicht überflüſſig, da ich mit Ihnen nur ſprechen will.

Wenn ich das gewußt hätte, ſo würde ich mich nicht bemüht haben. Aber keinen Lärm und ſagen wir uns ein Paar Worte, wo 4ns Niemand ſehen kann. Folgen Sie mir.

Ich gehe hinaus int dem Franzoſen, welcher die Oert⸗ lichkeit kannte und mich an den günſtigſten Ort führte, wo wir anhalten, um die beiden Kumpane zu erwarten, die langſamen Schritts und mit einander plaudernd, heran

kommen. Sobald ſie in einer Entfernung von zehn Schrit⸗

ten angekommen waren, ziehe ich meinen Degen, und ſage meinem Gegner, er ſolle ſich vorſehen. Der Franzoſe zieht ſeinen Degen ebenfalls aus der Scheide und nimmt denſel⸗ ben unter den Arm.

Zwei gegen einen! ſagt Celi.

Entfernen Sie Ihren Freund und der Herr wird ſich