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Nach einer Stunde zärtlicher Vergeſſenheit und nnche
dem wir wieder etwas ruhiger geworden, blickten wir uns 8
zuerſt das Schweigen: Was haben wir gemacht! fſagte ſie in dem zärtlichſten und ſanfteſten Tone.
Wir haben uns verheseethet
Was wird morgen mein Onkel ſagen?
Er wird es nicht eher erfahren, als bis er uns den ehelichen Segen in der Kirche ertheilt.
Und wann wird er uns denſelben ertheilen?
Wenn wir die nöthigen Vorbereitungen für eine öffent⸗ liche Verheirathung getroffen.
Wie viel Zeit gehört dazu?
Ungefähr ein Monat.
In der Faſtenzeit kann man ſich nicht verheirathen
Ich werde die Erlaubniß dazu bekommen.
Du täuſcheſt mich nicht?
Nein, denn ich bete Dich an.
Du brauchſt mich alſo nicht weiter kennen zu lernen?
Nein, denn ich kenne Dich gänzlich und zbin ſicher, daß Du mich glücklich machen wirſt.
Und Du mich auch?
Ich hoffe.
Stehen wir auf und gehen wir in die Meſſe. Wer hätte wohl geglaubt, daß ich, um einen Mann zu be⸗
mit Zärtlichkeit an, ohne jedoch zu ſprechen. aceſßn brach
kommen, nicht nach Venedig gehen, ſondern daſſelbe ver⸗
laſſ an und nach Hauſe zurückkehren müste
Wir ſtanden auf, und nachdem wir gefrühſtückt, be⸗
naben wir uns in die Meſſe. Der Reſt des Tages bis zum Mittagseſſen verging ohne ein bemerkenswerthes Ereigniß. Da ich Chriſtine gegen den andern Tag„verändert fand, ſo fragte ich ſie um die Urſache. Es muß, ſagte ſie, dieſelbe ſein, welche Sie nachdenklich macht.
Mein nachdenkliches Ausſehen, meine Theure, iſt das eines glücklichen Liebhabers, wenn er mit der Ehre zu Rathe geht. Die Sache iſt ſehr ernſt geworden, und die Liebe ſieht ſich zum Nachdenken genöthigt. Es handelt ſich darum, uns in der Kirche zu heiraihen und wir können es Rnicht


