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lachte. Wiſſen Sie, ſagte er, um was es ſich handelt? Meine Nichte ſchmeichelt mir, damit ich ſie bis zu meiner Rückkehr hier laſſe. Sie ſagt, die Stunde über, welche ich Sie mit ihr allein gelaſſen, wären Sie gegen ſie wie ein Bru⸗ der gegen eine Schweſter geweſen, und ich glaube es; aber
ſie denkt nicht daran, daß ſie Ihnen zur Laſt fallen kann.
Nein, im Gegentheile, ſeien Sie überzeugt, daß ſie mir Vergnügen machen wird, denn ich finde ſie außer⸗ ordentlich liebenswürdig. Und was ihre und meine Pflicht betrifft, ſo glaube ich, daß Sie ſich auf uns verlaſſen können.
Ich zweifle nicht daran. Ich laſſe ſie Ihnen alſo bis übermorgen. Ich werde früh zurückkommen, um Ihr Ge⸗ ſchäft zu beſorgen.
Dieſe ſo uͤberraſchende und unerwartete Wendung trieb mir das Blut zum Kopfe und ich bekam Naſenbluten, wel⸗ ches länger als eine Viertelſtunde dauerte. Ich für meinen
Theil fürchtete nichts, denn ich war an ſolche Anfälle ſchon gewöhnt, aber der gute Pfarrer war in der äußerſten Angſt,
denn er fürchtete einen Blutſturz.““
Sobald er beruhigt war, verließ er uns wegen eines Geſchäfts und ſagte uns, daß er mit Dunkelwerden zurück⸗ kommen würde. Ich ſah mich allein mit der liebenswürdi⸗ gen und naiven Chriſtine und beeilte mich, ihr für ihr Zu⸗ trauen zu danken.
Ich verſichere Ihnen, ſagte ſie, daß ich mich ſehr da⸗ nach ſehne, daß Sie mich ganz kennen lernen, Sie werden ſe⸗ hen, daß ich die Fehler, welche Ihnen an den Fräulein, die Sie in Venedig kennen gelernt, ſo ſehr mißfallen haben, nicht be⸗ ſitze, auch verſpreche ich Ihnen, ſogleich ſchreiben zu lernen.
Sie ſind anbetungswürdig und voll Aufrichtigkeit; aber in Pr. müſſen Sie verſchwiegen ſein und Niemand ſagen, daß Sie mit mir eine Verabredung getroffen haben. Sie müſſen es ſo machen, wie Ihr Onkel Ihnen ſagen wird, denn an dieſen werde ich ſchreiben.
Sie können auf meine Verſchwiegenheit rechnen, und ſelbſt meine Mutter ſoll nichts erfahren, wenn Sie mir nicht erlauben, mit ihr davon zu ſprechen..
So verbrachte ich den Tag, mir auch die geringſte


