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auf Reiſen mit allerlei Leuten zuſammentrifft; nicht wahr. Onkel?
Ja theuere Chriſtine, und Du ſiehſt ja auch, daß der Herr ſich zu uns geſetzt hat, ohne zu wiſſen, wer wir ſinde
Aber glauben Sie wohl, Herr Pfarrer, daß ich ohne die Anziehung Ihrer jungen, hübſchen Nichte zu Ihnen ein⸗ geſtiegen ſein würde?
Bei dieſen Worten fingen die guten Leute laut zu lachen an. Da ich das, was ich geſagt, nicht ſehr komiſch fand, ſo hielt ich meine Reiſegefährten für etwas dumm, und dieſe Entdeckung war mir keineswegs unangenehm.
Weshalb lachen Sie ſo ſehr, mein ſchönes Fräulein? Etwa um mich Ihre ſchönen Zähne ſehen zu laſſen? Ich gebe zu, daß ich in Venedig nie ſo ſchöne geſehen.
O, durchaus nicht, mein Herr, obwohl mir dies Com⸗ pliment in Venedig von allen Seiten gemacht worden iſt. Ich verſichere Ihnen, das in Pr. alle Mädchen eben ſo ſchöne Zähne wie ich haben. Nicht wahr, mein theurer Onkel?
Ja Nichte.
Ich lachte über etwas, was ich Ihnen, mein Herr, nie ſagen werde.
Ach, ſagen ſie es mir doch.
O, nein, gewiß nicht.
Ich werde es Ihnen ſagen, ſagte der Pfarrer.
Ich will aber nicht, ſagte ſie, ihre ſchöne Augenbrauen runzelnd, oder ich gehe weg.
Thue das, Liebe. Wiſſen Sie, was ſie ſagte, als ſie Sie auf dem Quai bemerkte? Das iſt ein hübſcher Junge, welcher mich anſieht und welcher gern bei uns ſein möchte; und als ſie geſehn, daß Sie die Gondel anhalten ließen, hat ſie ſich ſehr gefreut.
Während der Pfarrer erzählte, gab ihm die ärgerliche Chriſtine Püffe gegen die Schultern. Warum, ſchöne Chriſtine werden Sie ärgerlich, daß ich erfahre daß ich Ih⸗ nen gefalle, während ich entzückt bin, daß Sie erfahren, daß ich Sie reizend finde?.
S ie ſind entzückt für einen Augenblick. O, jetzt kenne ich die Venetianer gründlich. Sie ſagten Alle, ich entzückte


