Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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mir eine Freude zu verſchaffen, von welcher das Glück mei⸗ nes Lebens abhängt. n

Ich umarmte ihn mit überſtrömendem Herzen und ſagte zu ihm, ſie ſolle ihm am folgenden Tage wiedergege⸗ ben werden, aber an dem heutigen Tage würde ich ſeinen Sohn zu ihr führen, um ſie durch einen unmerklichen Ueber⸗ gang auf dieſe Vereinigung vorzubereiten. Herr Barbaro wollte dabei ſein, und der junge Graf, erfreut über dieſe Anordnungen, umarmte mich, und ſchwur mir unverbrüch⸗ liche Freundſchaft.

Wir brachen auf, und eine Gondel führte uns in we⸗ nigen Augenblicken nach dem Orte, wo ich einen koſtbarern Schatz als die Aepfel der Heſperiden aufbewahrte. Aber ach! dieſen Schatz, an welchen die Erinnerung mich noch heute mit ſüßem Schauer erfüllt, ſollte ich unwiederbring⸗ lich verlieren.

Ich ging meinen beiden Gefährten vorauf, um meine junge und ſchöne Freundin auf ihre Ankunft vorzubereiten, und als ich zu ihr ſagte, daß ich die Sache ſo geordnet, daß ihr Vater erſt am folgenden Tage zu ihr kommen ſolle, rief ſie mit dem Tone des Glückes aus: Wir werden alſo noch einige Stunden mit einander verleben können. Nun, mein Freund, hole meinen Bruder.

Ich kehre mit den Herrn zurück; aber wie ſoll ich die⸗ ſen Theaterconp beſchreiben? O, wie weit wird die Kunſt immer hinter der Natur zurückbleiben! Die brüderliche Liebe und das Entzücken, welches ſich auf zwei reizenden Geſtal⸗ ten ausprägt, mit einem leiſen Anfluge von Verwirrung auf dem Geſichte der anbetungswürdigen Schweſter— die reine Freude, welche aus ihren Umarmungen hervorleuchtete — die beredten Ausrufungen, auf welche ein noch bered⸗ teres Schweigen folgte— ihre zärtlichen Blicke welche wie ein Blitz aus einem Thau zärtlicher Thränen hervor⸗ brachen— eine Anwandlung von Höflichkeit, welche ſie ver⸗ legen machte, daß ſie gegen einen angeſehenen Mann, den ſie zum erſtenmale ſah, ihre Pflicht verabſäumt; endlich ich, die ſtumme Perſon und der Haupturheber dieſer Scene, welcher während dieſer leidenſchaftlichen Bewegungen gänzlich ver⸗