Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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der jungen Gräfin zu gelangen, um ſie nach C. in den Schooß ihrer Familie zurückzugeleiten. Um aber zu erfah⸗ ren, wo ſie wäre, war der Graf entſchloſſen, die zehn denun⸗ zirten und denunzirenden Perſonen, mich ausgenommen, eitiren zu laſſen. Da uns das nöthigte, ihm zu erklären, daß ſie in meiner Gewalt wäre, ſo übernahm es Herr von Bragadino, ihm dieſe Mittheilung zu machen.

Mit Ausnahme Herrn Bragadino's, der abgelehnt hatte, waren wir Alle beim Grafen zum Abendeſſen einge⸗ laden; wir gingen zu ihm und dadurch wurde ich verhin⸗ dert, meine Göttin an dieſem Abende zu beſuchen; aber am folgenden Morgen ermangelte ich nicht, die verlorene Zeit wieder einzubringen, und beſchloſſen wir, daß noch an dem⸗ ſelben Tage ihr Vater davon benachrichtigt werden ſollte, daß ſie unter meinem Schutze ſtände. So trennten wir uns erſt um Mittag.

Wir hatten keine Hoffnung uns wieder allein zu ſehen, denn am Nachmittage ſollte ich ihren Bruder zu ihr führen.

Der Graf und ſein Sohn ſpeiſten bei uns, und als wir von Tiſche aufſtanden, ſagte Herr von Bragadino: Freuen wir uns, Herr Graf, Ihre liebe Tochter iſt aufge⸗ funden. Welche angenehme Ueberraſchung für den Vater und den Sohn! Herr von Bragadino überreichte ihnen das Heirathsverſprechen, welches Steffani der Gräfin ausgeſtellt und ſagte: Dies, meine Herren, hat das Gehirn der jungen

Gräfin, als ſie erfahren, daß er ohne ſie von C. abgereiſet, etwas in Unordnung gebracht. Sie machte ſich zu Fuße

auf den Weg, und als ſie kaum hier angekommen war, läßt ſie der Zufall jenem jungen Manne dort begegnen,

welcher ſie überredete, ihm zu folgen, und ſte einer anſtän⸗

m nicht verlaſſen hat

raucht ſie nicht zu zweifeln, allung und ſich zu mir Sie nicht einen Augenblick