Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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richt, daß ihr Verführer Kapuziner geworden, war ſie indeß

verſteinert, ſtellt darauf über dieſen Ausgang ſehr ſinnige Betrachtungen an und beklagte jenen zuletzt. Wenn man beklagt, haßt man nicht mehr; aber dies begegnet nur hoch⸗ herzigen Seelen. Sie war ſehr zufrieden, daß ich meinen drei Freunden mitgetheilt, daß ſie in meiner Gewalt wäre und überließ mir gänzlich die Anordnungen, die zu treffen wären, um ſie ihrem Vater vorzuſtellen.

Von Zeit zu Zeit dachten wir daran, daß der Augen⸗ plick unſerer Trennung herannahte, und dieſer Gedanke er⸗

füllte uns mit brennendem Schmerze, welchen wir indeß

einen Augenblick darauf in der höchſten Wolluſt wieder ver⸗ gaßen. Warum können wir uns nicht für das ganze Leben angehören, ſagte das angebetete Mädchen zu mir! Nicht die Bekanntſchaft Steffani's hat mich unglücklich gemacht, ſondern Dein Verluſt wird mein Unglück machen!

Wir mußten endlich dieſes ſüße téte-à-téte abbrechen, denn die Stunden verfloſſen mit erſchrecklicher Schnelligkeit. Ich verließ ſie glücklich und mit in Thränen ſchwimmenden Augen.

A:

ihr Sohn nicht genöthigt geweſen, Kapuziner zu werden oder ſich zu tödten, wenn ſie nicht ſo fürchterlich geizig ge⸗ weſen wäre.

Deer letzte und ſtärkſte Grund, welcher den noch jetzt lebenden Steffani zur Verzweiflung trieb, blieb⸗ unbekannt.

Meine Memoiren werden denſelben mittheilen, wenn er für Niemand mehr ein Intereſſe haben wird.

Der Graf und ſein Sohn, welche dies Ereigniß höch⸗ lichſt uberraſchte, wünſchten nur noch, wieder in den Beſitz