Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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wohl unvollkommener Genuß.

3 Geſicht zu ſehen, mein Zuſammentreffen mit der Griechin

aber in dem Maße, wie ich in das Geheimniß ihres Cha⸗ rakters eindrang, ſah ich alle Prüfungen voraus, denen ſie mich unterwerfen würde. Aber gleichviel, meine Liebe trug den Sieg davon, und da mir die Hoffnung vorleuchtete, ſo hatte ich den Muth, den Dornen Trotz zu bieten, um die. Roſe zu pflücken. Beſondres Vergnugen machte es mir zu ſehen, daß D. R. nicht eiferſüchtig auf mich war, ſelbſt, wenn ſie ihn dazu herauszufordern ſchien. Das war ein wichtiger Punkt.

Als ich ſie einige Tage hernach von verſchiedenen Sa⸗ chen unterhielt, kam das Geſpräch auf mein Unglück ohne einen Pfennig in das Lazareth von Ancona gehen zu müſ⸗ ſen. Nichtsdeſtoweniger, ſagte ich, verliebe ich mich in eine junge und ſchöne griechiſche Sklavin, welche mich beinahe dazu gebracht hätte, die Sanitäts⸗Geſetze zu verletzen.

Wie das?

Madame, Sie ſind allein, und ich habe Ihren Befehl nicht vergeſſen.

Es iſt alſo ſehr unanſtändig?.

Nein, aber ich würde es nicht in Geſellſchaft erzählen.

Wohlan, ſagte ſie lachend, ich nehme den Befehl zurück, wie Herr D. R. geſagt. Erzählen Sie.

Ich gab ihr nun eine ins Einzelne gehende und getreue Schilderung des Abenteuers, und als ich ſie nachdenkend ſah, übertrieb ich mein Unglück.

Was nennen Sie Ihr Unglück? Ich finde die Griechin weit mehr zu beklagen als Sie. Sie haben dieſelbe nicht wiedergeſehen:

Entſchuldigen Sie, Madame, aber ich wage nicht es Ihnen zu erzählen.

Machen Sie nur ein Ende. Es iſt eine Dummheit. Sagen Sie mir Alles. Ich bin auf eine gräuliche That von Ihnen gefaßt.

Durchaus nicht, Madame, es war ein ſehr ſüßer, ob⸗

Nach dieſem neuen Befehle erzähle ich ihr, ohne ihr ins

in Gegenwart Bellino's und die nicht vollendete Handlung