ich ſie erzählte, wahr war. So vermied ich es, ein Unrecht gegen meinen Freund Juſſuf zu begehen, Madame F. bloß⸗ zuſtellen, und mich in einem wenig vortheilhaften Lichte zu
zeigen. Hinſichtlich des Gefühls machte mir meine Geſchichte
die größte Ehre, und ich empfand eine wirkliche Freude, als ich einen Blick auf Madame F. warf und ſah, daß ſie ſehr zufrieden, obwohl etwas verlegen war. 4
Als wir nach Hauſe gekommen waren, ſagte ſie zu
D. R., die Geſchichte, welche ich erzählt, wäre ſehr
hübſch, aber nur eine Fabel; ſie wäre nicht böſe auf
mich, weil ich ſie unterhalten hätte, aber ſie könnte nicht
umhin, die Hartnäckigkeit zu bemerken, mit welcher ich
Bonneval, Achmed⸗Paſcha, welchen Jeder kennt, Verließ ſein Vaterland, um zum mahomedaniſchen Glauben überzugehen. Er erwarb allerdings einen Namen unter den Seinigen; 4 Als er aber zu den Muſelmännern kam, gewann er Ruhm und die Ewigkeit. Er war ein Weiſer des Jahrhunderts, welcher deſſen Größe . und Niedrigkeit erfahren hatte, Und welcher das Gute und das Böſe kannte, das Schöne vom Häßlichen unterſchied. Vollkommen überzeugt von der Nichtigkeit der weltlichen Dinge, Paßte er den günſtigen Augenblick ab, um in die Ewigkeit überzugehen Und trank den Kelch in der Nacht eines Freitages, welcher fiel In die Nacht der Geburt des glorreichſten Propheten, Dies war die glückliche Zeit, welche er wählte, um ſich der Barmherzigkeit zu übergeben, Und er ging ohne Zaudern aus dieſem Leben ins andere über.
Ich habe in dem folgenden glücklichen Verſe ſowohl dieſe Epoche wie mein Gebet gefunden: Möge das Paradies der Zufluchtsort Bonneval Achmed⸗Paſcha's ſein. Am 12. des Monats Beb⸗Ewel 1160.
Möge man aus Liebe zu Gott den Anfang des Aleorans beten Für die Seele Achmed⸗Paſcha's, Anführers der Bombardiere.


