Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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guten Juſſuf bat mich der General, ihm die Geſchichte zu erzählen, welche mir während des Geſprächs mit ſeiner Frau begegnet. Da ich der Aufforderung nicht ausweichen kann, ſo erzähle ich eine Geſchichte, welche eine Stunde dauert, welche Se. Exellenz außerordentlich intereſſirt und die Ge⸗ ſellſchaft beluſtigt, von welcher aber nur der Ernſt, mit dem

derte die Pforte zu ihrer Sicherheit mehr als die Erbietungen der Geſandten von Frankreich und Sicilien, theils war Bonneval durch Herrn von Penkler mit Kundſchaftern umgeben, welche den kaiſerlichen Internuntius zeitig zu Gegenmaßregeln veranlaßten. Bonneval's Bemühungen blieben vergeblich. Im März 1747 fingen ſeine Geſundheitszuſtände ſich ſo ſehr zu verſchlimmern an, daß ſein baldiger Tod vorauszuſehen war. Wenn aber auch hier⸗ durch für den allerchriſtlichſten König die Ausſicht verſchwand, die Dienſte deſſelben benutzen zu können, ſo ließen ſich doch da⸗ durch deſſen Repräſentanten nicht abhalten, nach Kräften an dem himmliſchen Heile Bonneval's zu arbeiten und keine Mühe un⸗ verſucht zu laſſen, um denſelben wieder in den Schooß der allein⸗ ſeligmachenden Kirche zurückzuführen. Am 21. März 1747 bega⸗ ben ſich der franzöſiſche Geſandte Caſtellane und ſein Sekretair Peyſſonnel, der ſich die Sache beſonders angelegen ſein ließ, in den Palaſt des Paſchas zu Pera. Derſelbe war, obwohl ſchon ſehr ſchwach, noch bei völliger Geiſteskraft. Der Kranke war nur mit dem Haſſe gegen Oeſterreich erfüllt, aber endlich gelang es doch Peyſſonnel, ſeine Aufmerkſamkeit für religiöſe Gegenſtände zu gewinnen. Als Peyſſonnel ihm die Eitelkeit menſchlicher Verſpre⸗ chungen zu Gemüthe führte, ſangen beide höchſt erbaulich ein geiſtliches Lied von Malherbe, welches mit den Worten beginnt: n' éspérons plus, mon àme, aux promesses du monde, kamen aber dann wieder auf literariſche Gegenſtände und Perſön⸗ lichkeiten zu ſprechen, auf den ältern Rouſſeau, Voltaire, bis Beſin⸗ nungsloſigkeit des Kranken der Scene ein Ende machte. Peyſſonnel wollte nun die Vorbereitungen abgekürzt wiſſen, und einen bereit ſtehenden Mönch, welcher ſich den Bart hatte ſcheeren laſſen, zum Kranken führen. Aber ein vornehmer Herr, welcher dabei bethei⸗ ligt war, wahrſcheinlich der Geſandte, fürchtete ſich zu kompro⸗ mittiren. So ging die Gelegenheit verloren und Bonneval ſtarb am 23. März 1747 im 75ſten Jahre ſeines Alters, ohne in den Schooß der Kirche zurück gekehrt zu ſein. Seine Verwandten ließen ihm folgende Grabſchrift türkiſch ſetzen:

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