Teil eines Werkes 
10. Th. (1864) Memoiren
Entstehung
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welche Sie die Gewohnheit haben, unſeren Blicken nicht zu zeigen. Ohne Zweifel würde auch Frau von La Saone geiziger mit der Schönheit ihres Körpers geweſen ſein, wenn ſie gleich Ihnen durch ihr Geſicht hätte glänzen können. Am Tage meiner Abreiſe ſpeiſte ich zu Mittag bei Herrn F., wo die niedliche Sarah mir Vorwürfe darüber machte, daß ich ihre kleine Frau vor mir hätte abreiſen laſſen. Man wird ſehen, wie ich ſie drei Jahre ſpäter in London wieder antraf. Le Duc war noch in der Kur und ſehr ſchwach; gleichwohl nahm ich ihn mit mir, denn ich hatte viele Effekten und konnte nur ihm vertrauen.

Ich verließ Bern mit einem ſehr natürlichen Ein⸗ druck der Trauer. Ich war in dieſer Stadt glücklich geweſen und denke nie an ſie ohne ein Gefühl des Vergnügens zurück.

Ich ſollte den Doktor Herrenſchwand für Frau von Urfé zu Rathe ziehen und that dies, indem ich in Murten anhielt, wo er wohnte; Murten liegt nur vier Stunden von Bern. Der Doktor behielt mich zum Eſſen zurück, weil ich über die Vortrefflichkeit der Fiſche des See's ein Urtheil abgeben ſollte, die ich in der That ausgezeichnet köſtlich fand. Ich hatte die Abſicht, ſogleich nach dem Eſſen weiter zu reiſen, allein als ich in mein Wirthshaus zurückkehrte, ent⸗ ſchloß ich mich, den Reſt des Tages hier zu bleiben, weil ich eine Neugierde empfand, die der Leſer mir mitzutheilen geſtatten wird.

Nachdem der Doktor Herrenſchwand zwei Louisd'ors für eine ſchriftliche Conſultation empfangen hatte, forderte er mich auf, einen Spaziergang auf dem Wege von Wifflisburg zu machen, und wir gingen bis zu dem berühmten Beinhauſe von Murten.

Dieſes Beinhaus, ſagte der Doktor,iſt mit