Das Alles wurde mit überraſchender Schnelligkeit geſprochen. Ich war beinahe bezaubert über die Herr⸗ ſchaft, welche die Frau über mich ausüben zu können glaubte, und dachte nur daran, ihr zu gehorchen, ohne mir die Ueberlegung zu geſtatten, ob es mir auch erlaubt ſei. Brühl, Frühſtück, zwanzig Perſonen, Billets an die Damen, der Graf Verita.— Ich war
ſo genau unterrichtet, als ob ſie mir ihren Plan eine
ganze Stunde lang auseinandergeſetzt hätte.
Ich ging in meinem Bauern⸗Anzug hinaus und bat einen hübſchen Pagen, mich zu dem Zimmer des Grafen Verita zu führen; dieſer lachte, indem er mich ſo ſah. Ich erzählte ihm meine wichtige An⸗ gelegenheit mit einer diplomatiſchen Genauigkeit, die ihn vollends in gute Laune verſetzte.
„Ihre Sache iſt leicht,“ ſagte er.„Sie wird mich nur die Mühe koſten, ein Billet an den Küchenmeiſter zu ſchreiben, und das will ich auf der Stelle thun; ſagen Sie mir aber, wie viel Sie bezahlen wollen.“
„So viel als möglich.“
„Sie wollen ſagen, ſo wenig als möglich?“
„Nein, durchaus nicht. So viel als möglich, denn ich will meine Gäſte glänzend bewirthen.“
„Sie müſſen indeß eine Summe beſtimmen, denn ich kenne meinen Mann.“
„Nun denn, zwei, drei Hundert Dukaten. Iſt das genug?“.
„Zwei Hundert; der Fürſt von Zweibrücken hat
nicht mehr ausgegeben.“
Er ſchrieb ein Billet und gab mir ſein Wort, daß Alles bereit ſein würde. Ich verließ ihn. Ich wandte mich an einen ſehr muntern italieniſchen Pagen und ſagte ihm, ich würde zwei Dukaten dem Kammer⸗ diener geben, der mir ſogleich die Namen und die
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