Teil eines Werkes 
10. Th. (1864) Memoiren
Entstehung
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gehörten der Privatbekanntſchaft des Fürſten an, der ſein ganzes Leben hindurch ein großer Liebhaber des ſchönen Geſchlechts war. Zwei der Damen tanzten die Furlane und der Churfürſt fand ein unendliches Vergnügen daran, uns dieſelbe tanzen zu ſehen. Ich ſagte bereits, daß die Furlane ein venetianiſcher Tanz iſt, und daß es in der ganzen Welt keinen lebhafteren giebt. Man tanzt ihn zu Zweien, ein Herr und eine Dame, und da die beiden Tänzerinnen Vergnügen daran fanden, ſich abzulöſen, machten ſie mich beinahe todt. Man muß ſehr kräftig ſein, um zwölf Touren zu tanzen, und nach meiner dreizehnten konnte ich nicht mehr und flehte ſie an, Mitleid mit mir zu haben.

Bald darauf führte man einen Tanz auf, bei dem man bei einer gewiſſen Tour eine Tänzerin ergreift und küßt; ich zeigte mich nicht zurückhaltend. So oft ſich mir Gelegenheit bot, meine Schöne zu finden, umarmte ich ſie eifrig, und der Bauer⸗Churfürſt lachte laut, während der Bauer⸗General vor Unwillen platzen wollte.

In einem Augenblick der Ruhe fand die reizende Frau, die einen ganz originellen Geiſt beſaß, das Mittel, mir heimlich zu ſagen, alle Damen aus Köln ſollten am nächſten Tage um Mittag abreiſen und ich könnte mir Ehre gewinnen, indem ich ſie ſämmtlich in Brühl zum Frühſtück einladete.Schicken Sie einer Jeden eine Einladungskarte mit dem Namen ihres Kavaliers und vertrauen Sie ſich dem Grafen Verita an, der Alles auf das Beſte ordnen wird, wenn ſie ihm nur ſagen, daß Sie es ſo machen wollen, wie vor zwei Jahren der Fürſt von Zwei⸗ brücken. Verlieren Sie keine Zeit. Rechnen Sie auf einige zwanzig Perſonen und bezeichnen Sie die Stunde, beſonders aber laſſen Sie Ihre Einladungs⸗ karten um neun Uhr Morgens ausgeben.