Teil eines Werkes 
10. Th. (1864) Memoiren
Entstehung
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Adreſſen der Damen aus Köln angäbe, welche nach Bonn gekommen wären, ſowie die der Kavaliere, welche dieſelben begleitet hatten. Nach weniger als einer halben Stunde hatte ich die Adreſſen, und ehe ich den Ball verließ, ſagte ich meiner Dame, Alles würde nach ihrem Willen bereit ſein.

Ich ſchrieb achtzehn Billets, ehe ich mich ſchlafen legte, und am nächſten Morgen vor 9 Uhr hatte ein vertrauter Lohndiener ſie an ihre Adreſſen über⸗ bracht.

Um neun Uhr verabſchiedete ich mich von dem Grafen Verita, der mir im Auftrage des Churfürſten eine prachtvolle goldene Tabatiéère, mit ſeinem Bilde in dem Gewande des Großmeiſters des deutſchen Ordens und mit Brillanten beſetzt übergab. Ich war ſehr ergriffen durch dieſen Beweis des Wohl⸗ wollens und bezeugte dem Grafen den Wunſch, Sr. Hoheit vor meiner Abreiſe dafür zu danken; allein mein liebenswürdiger Landsmann ſagte mir, ich könnte meinen Dank verſchieben, bis ich auf meiner Reiſe nach Frankfurt durch Bonn käme.

Man ſollte um ein Uhr frühſtücken; um Mittag war ich ſchon in Brühl, einem Luſthauſe des Chur⸗ fürſten, das außer dem Meublement nichts Merk⸗ würdiges hatte. Es iſt eine kleine Copie von Trianon. Ich fand in einem ſchönen Saale eine Tafel für vierundzwanzig Perſonen gedeckt und die Couverts in Vermeil, Damaſttiſchzeug, prachtvolles Porzellan und auf dem Büffet eine große Maſſe von Silberzeug und Vermeilſchüſſeln. An einem der Enden des Saales ſtanden zwei andere Tafeln, bedeckt mit Zuckerzeug und den beſten europäiſchen und ausländiſchen Weinen. Ich ſtellte mich als den Amphytrion des Tages vor und der Küchenmeiſter verſicherte mich, ich würde zufrieden