heit geſtattete mir dies nicht.„Ich kenne Caſanova,“ ſagte der Graf,„und wenn er in Bonn iſt, ſo wird der Churfürſt das erfahren und er nicht abreiſen, ohne daß ich ihn geſehen habe.“
Ich ſah voraus, daß man mich leicht nach dem Balle entdecken würde, aber ich trotzte den Scharf⸗ ſichtigſten während der ganzen Zeit meiner Anweſenheit. Das würde mir gelungen ſein, wäre ich klug geweſen; allein man arrangirte Contretänze, und da ich Luſt bekam, zu tanzen, engagirte ich mich, ohne zu bedenken, daß ich gezwungen ſein würde, die Maske abzunehmen. Dies geſchah, als ich nicht mehr zurück konnte.
Als meine ſchöne Dame mich ſah, ſagte ſie mir, ſie hätte ſich getäuſcht; ſie würde darauf gewettet haben, daß ich die Maske ſei, welche dem Grafen Verita die Bank geſprengt hat. Ich antwortete ihr, ich wäre ſoeben erſt angelangt.
Zu Ende des Contretanzes bemerkte mich der Graf, kam zu mir und ſagte:„Mein lieber Landsmann, ich bin überzeugt, daß Sie, während ich die Bank hielt, dieſe ſprengten. Ich wünſche Ihnen Glück dazu.“
„Ich würde mir auch Glück wünſchen, wenn ich es geweſen wäre.“
„Ich bin meiner Sache gewiß.“
Ich ließ ihn lachend ſprechen, und nachdem wir in dem Buffet einige Erfriſchungen genoſſen hatten, fuhr ich fort zu tanzen. Zwei Stunden darauf kehrte der Graf lächelnd zu mir zurück und ſagte:„Sie haben den Domino in dem und dem Hauſe, auf dem und dem Zimmer gewechſelt. Der Churfürſt weiß Alles, und um Sie für dieſe Betrügerei zu beſtrafen, hat er mir befohlen, Ihnen zu ſagen, daß Sie morgen nicht abreiſen werden.“
„Er will mich alſo arretiren laſſen?“


