—
——
großen Féte ein, die er den Abend zu geben ge⸗ dachte; der Koͤnig nahm die Einladung an, und traf dort die liebenswuͤrdige Prinzeſſin von Meck⸗
lenburg⸗Strelitz. Sie erblicken und ſie lieben
war Eins. Achtzehn Monate nach der Vermaͤh⸗ lung kamen beyde zu Herrn Bethmann; und als ſie in das Zimmer traten, wo ihre erſte Zu⸗
ſammenkunft ſtatt hatte, umfaßte der Koͤnig ſeine
Gemahlin, kuͤßte dieſelbe, und ſagte unter den ge⸗ fuͤhlvolleſten Thraͤnen:„Es war in dieſem naͤm⸗ lichen Zimmer, daß ich den Schatz meines Gluͤckes fand!“ Das koͤnigliche Paar iſt ungemein haͤus⸗ lich und genießt in hohem Maaße jene gluͤcklich⸗ machenden, ruhigen Freuden, die man ſonſt ſo ſelten in der Naͤhe des Thrones wahrnimmt.
Das große Schloß in Potsdam, worin die
koͤnigliche Familie hauptſaͤchlich reſidirt, hat einige wenige ſehr ſchoͤne Staatszimmer; in ei⸗ nem derſelben befindet ſich ein Portrait von dem franzoͤſiſchen Kaiſer in halber Figur. Die Kö⸗ nigin hat mit vielem Geſchmack eins ihrer klei⸗ nen Kabinete mit den ausgezeichnetſten Stuͤcken von Weſtall verzieren laſſen.
Den naͤchſten Morgen wohnten wir zben Paraden bey, die zwey Stunden nach einander
ſtatt hatten; hier waren, ſo ſchien es, wol
10,000 Mann beyſammen; ſie hatten ein ſehr ed⸗


